Worte zu den kirchlichen Anlässen

Gedanken zum dritten Advent

„es eilt die Zeit im Sauseschritt, wir bleiben nicht stehn wir eilen mit,“ so schreibt Wilhelm Busch.

Der 3. Adventsonntag steht vor der Tür. Er trägt den Namen:“ Gaudete also Freude.“ Die Lesung des Sonntags aus dem Buch Zefanja lädt uns zur Freude ein mit dem Ruf: „Juble Tochter Zion, freu dich von ganzem Herzen.“ Ebenso die Lesung aus dem Brief des hl. Apostels Paulus: „Freut euch im Herzen zu jeder Zeit.“

Trotz aller Einschränkungen, Beschwernissen und Ängsten gibt es einige Gründe sich dennoch zu freuen, nämlich, die Anwesenheit Gottes in den kleinen Dingen unseres Lebens. Der 3. Adventsonntag möchte uns im Blick auf die Geburt im Stall von Bethlehem Freude in unsere Herzen bringen, dazu Lebensmut und Geduld. Das göttliche Kind mit seinen Eltern Maria und Josef möchten die Tür der Freude in uns aufstoßen. Ja, wenn das so einfach wäre!

Heute ist das alles andere als selbstverständlich. Wo wir doch mit Sorge nach vorne schauen und auch einige Beschränkungen einzuhalten müssen, sodass auch unser Gottesdienst in St. Franziskus Mittenheim nicht stattfinden kann. Trotz allem ist es eine bewusste Entscheidung für die Freude, wir könnten sagen: „Türen öffnen für die Freude!“ Zumindest könnten wir schon mal entriegeln, die Tür schon einen Spalt öffnen. Jedenfalls kann ich aktiv etwas dafür tun, damit die Freude einkehren kann.

Die Liebe öffnet die Tür zur Freude und zum Glück, gerade wegen aller Dunkelheiten und Sorgen.

Warum wählt Gott die Armut und als Kind in unsere Welt einzutreten? Weil er sich damit in unsere Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit, in unsere Traurigkeiten und Dunkelheiten einlässt. Warum wählt Gott die Nacht für seine Menschwerdung? Weil er dadurch sein Licht der Liebe in unsere Welt bringt, weil wir nachts durch die Dunkelheit weniger um uns herum sehen und somit mehr auf unser Herz hören können.

So wünsche ich Euch, Euren Familien, den Kranken und denen die sie pflegen und begleiten, den Kindern und Jugendlichen, allen die um einen geliebten Menschen trauern, allen Einsamen und allen Schwestern und Brüdern von der Straße einen hoffnungsvollen, frohen und gesegneten 3. Adventsonntag.

Präses Diakon Dieter Wirth