Worte zu den kirchlichen Anlässen

Gedanken zum Stephanitag

Der heilige Stephanus gilt als Märtyrer und Glaubensverteidiger, daher die Nähe zur Geburt Christi. Er war der erste von sieben Diakonen der Urkirche in Jerusalem, die von den Aposteln geweiht wurden. Die Diakone waren Glaubensverkündiger und Gemeindevorsteher mit sozialen Aufgaben.

Der Stephanitag ist mit vielen Volksbräuchen und Wetterorakeln besetzt. Stephanus ist der Schutzpatron der Pferdezüchter und der Kutscher, denn zwischen den Feiertagen war es wichtig, die Pferde zu bewegen. Auch die Winzer und Schäffler verehren ihn, des Weiteren viele Gewerbe die mit Steinen arbeiten, wie die Maurer und Steinmetze. Wie am Johannitag kann auch ein Stephani Wein oder ein Stephani Brot geweiht werden. Eine alte Bauernregel besagt: „Windstill muss Stephani sein, soll der nächste Wein gedeihn.“

In einem Stephani Lied wird das Eisstockschießen angesprochen:

„Schiaßzeit is wenns Weda mog, meistens am Stephanidog. Auf d Mittagszeit do  wird vagessn, d Hausfrau wart dahoam mim essn, und da Moar schreid mit seim Bass, Schneidamandl no a Maß.“

Präses Diakon Dieter Wirth