Worte zu den kirchlichen Anlässen

Gedanken zu Fronleichnam

Am zweiten Donnerstag nach Pfingsten feiert die katholische Kirche das Fest Fronleichnam. Wir Katholiken zeigen an diesem Festtag, dass Jesus im Alltag mit uns geht.

Was feiern wir an Fronleichnam?

Diese Frage wird oft gestellt. Die meisten Fragenden denken, es hätte etwas mit Tot und Leichnam zu tun. Das liegt an dem Wort“ Fronleichnam“, das aus dem Mittelhochdeutschen stammt und sich aus „Vron“ (Herr) und „licham“ (lebendiger Leib) zusammensetzt.

Wir feiern an diesem Tag die Einsetzung der Eucharistie.

Die leibliche Gegenwart Jesu in Brot und Wein im heiligen Sakrament des Altares. Das geschieht in zwei Schwerpunkten, in der Feier der Eucharistie und in der anschließenden Prozession, bei der es um die bleibende Gegenwart Christi in dem Sakrament geht. Im liturgischen Gefäß, der Monstranz, wird die konsekrierte Hostie durch die Straßen der Pfarrei getragen, unter dem Himmel (Baldachin). Man kann sagen: „Der Himmel unterwegs“ Eigentlich wäre der Gründonnerstag, wegen des „Letzten Abendmahls“ der geeignetste Zeitpunkt für Fronleichnam gewesen. Doch wegen der stillen Karwoche, zu der Straßenumzüge nicht passen, hat man diesen Termin gewählt.

An Fronleichnam, der auch “Hoher Prangertag“ genannt wird, tragen wir Christus in unseren Alltag. „Steht auf und gebt der Welt ein Lebenszeichen, in jedem von euch brennt dasselbe Licht. Noch ist es dunkel, doch die Nacht wird weichen. Schenkt der Welt ein menschliches Gesicht“ (Lied „Lebenszeichen“ aus dem Musical „Kolpings Traum“).

Mit dieser Einladung wünsche ich Euch einen frohen und gesegneten Fronleichnamstag.

Liebe Grüße an Euch und Eure Familien – und bleibts gsund.

Dieter Wirth – Präses der Kolpingfamilie Oberschleißheim e.V.