Zum Inhalt
Kolping Logo

Kolpingsfamilie

Hochheim

Portrait Adolf Kolping
Schmuckelement Kurve oben Schmuckelement Kurve oben

Kolping aktiv gegen religiöse Verfolgung

veröffentlicht am

Die Kolpingsfamilie Hochheim will in den nächsten Wochen auf die Situation der  religiös verfolgten Menschen insbesondere im Irak und Syrien aufmerksam machen und sich damit einer Aktion des Kolpingwerk Landesverband Nordrhein-Westfalen anschließen. Am Rande der Gottesdienste am Wochenende 4.-5. Oktober besteht die Möglichkeit sich zu Informieren und durch die Unterschrift Solidarität zu bekunden: Heinz Schlosser, Vorsitzender der Kolpingfamilie Hochheim erläutert Anlass und Hintergründe der Aktion: “Wir sehen täglich in den Nachrichten den Genozid durch die Ermordung und die systematische Vertreibung überwiegend von Christen und Jesiden. Das grauenvolle Vorgehen durch den sogenannten Islamischen Staat (IS) ist ein abscheuliches Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Weltweit werden zurzeit viele Millionen Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt und unterdrückt. Die meisten von ihnen sind Christen. Der Bedrohung durch den militanten Islamismus und durch religiös motivierte Terrorgruppen muss die Weltgemeinschaft entschieden entgegentreten. Aber auch wir als Christen in unseren Pfarrgemeinden sind gefragt, wenn es darum geht, sich für eine menschenwürdige Unterbringung und eine den Flüchtlingen gerecht werdende Betreuung einzusetzen sowie den Menschen in Not, die in unsere Stadt kommen, zu helfen.

Die Kolpingfamilie Hochheim wird in den kommenden vier Wochen mit einer Unterschriftenaktion auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam machen. An einem zentralen Aktionswochenende am 4. und 5. Oktober werden wir vor den Gottesdiensten in unserer Pfarrgemeinde Unterschriften sammeln, mit denen den vom Kolpingwerk Landesverband Nordrhein-Westfalen aufgestellten Forderungen Nachdruck verliehen werden soll.  Diese Forderungen sind:

1. Die religiöse Verfolgung von Christen, Jesiden sowie schiitischer und anderer Muslime im Irak und Syrien durch die IS sofort zu beenden. Unsere Sorge gilt den von Mord und Vertreibung betroffenen Menschen. Die humanitäre Hilfe muss Vorrang vor allen anderen Maßnahmen haben. Wir fordern die Bundesregierung auf, diese Unterstützung für die verfolgten und bedrohten Menschen zu verstärken.

2. Es ist erforderlich alles zu tun, damit die verfolgten und bedrohten Menschen in ihrer Region bleiben können. Sofern es notwendig ist, soll die Bundesregierung Menschen, die Schutz in Deutschland suchen, diesen Schutz gewähren. Alle beteiligten Ebenen der Politik werden aufgefordert, die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Aufnahme der Flüchtlinge und eine menschenwürdige Unterbringung zu schaffen. Die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen fordern wir auf, räumliche Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.

3. Die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen werden aufgefordert, die Flüchtlingsarbeit in Deutschland, die auch zum großen Teil ehrenamtlich geleistet wird, verstärkt zu unterstützen.

Die Aktion des Kolpingwerkes wird unterstützt von Weihbischof Dieter Geerlings aus dem Bistum Münster. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz. Auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Röttgen, ist ein Unterstützer der Aktion.

Wer die Aktion online unterstützen will, kann dies tun unter www.openpetition.de/petition/online/aktiv-gegen-religioese-verfolgung.

Ansprechperson

Alois Hofmann und Peter Moravek

info@kolping-hochheim.de