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Die Pubertät - gelassen durch stürmische Zeiten

veröffentlicht am

?Seid froh, dass eure Kinder so sind?, war die Antwort von Gerti Schlosser auf die gesammelten Fragen der Eltern bzw. der Tagesmutter zu dem, was auf den Nägeln brennt.
 
Auf Einladung des Kreises Familien und Kinder der Kolpingfamilie bot die Kursleiterin für ?Starke Eltern – starke Kinder? des Deutschen Kinderschutzbundes einen Gesprächskreis im Vereinshaus an. Da die Vorstellung von Jugendlichen mit denen ihrer Eltern kollidieren, wird es in pubertären Zeiten für Eltern, die ja nur das Beste für ihre Kinder wollen, sehr schwer, die Wünsche ihrer Kinder nachzuvollziehen. Die Jugendlichen, die vermehrt Beziehungen außerhalb der Familie suchen und dort auch mehr beeinflusst werden, entziehen ihren Eltern das pädagogische Mandat, das vorher so selbstverständlich war. Alles wird hinterfragt und keine Ratschläge mehr angenommen. Auch dass in dieser Zeit die Schule in den Hintergrund des Interesses rückt, ist völlig normal.
Gerti Schlosser, selbst Mutter mittlerweile erwachsener Kinder, machte klar, dass es passieren kann, dass in dieser Zeit die Beziehung zu den Kindern zerstört werden kann, wenn man als Eltern seine Ideale durchsetzen will. Das Allerwichtigste ist es, die Beziehung zum Kind über diese Zeit hinweg zu halten, indem immer wieder Klärung im Gespräch gesucht wird. Alles ist Verhandlungssache. Gerti Schlosser machte Mut, nicht aufzugeben, sich als Eltern seinen eigenen Gefühlen, auch seiner Wut, seinen Ängsten, seiner Hilflosigkeit zu stellen und sie vor den Jugendlichen zu benennen.
 
?Jugendliche brauchen Herausforderungen?, ist ein weiterer Punkt, auf den Gerti Schlosser hinwies. Damit können etwa körperliche oder soziale Herausforderungen gemeint sein, wie sie oft Jugendprogramme anbieten. Eltern sollten schon früh dafür sorgen, dass ihre Kinder sich in Jugendgruppen engagieren, die in der Pubertät Peer-Groups bilden können. Vorteil ist auch, dass sich dort keine Langeweile breit macht. Damit war das Gespräch schnell bei den neuen Medien, mit denen sich Jugendliche oft stundenlang alleine beschäftigen. Wichtig bleibt, dass Eltern mit ihren Kindern immer in Kontakt bleiben, über die Filme oder die Musik reden, die sie mögen. Kinder in der Pubertät müssen merken, dass Eltern Interesse an ihnen haben. ?Beziehung geht vor Inhalt!?, gab Gerti Schlosser als eine Faustregel mit auf den Heimweg.

Ansprechperson

Alois Hofmann und Peter Moravek

info@kolping-hochheim.de