Jakobsweg

Neue Wegvariante

Der Jakobspilgerweg von Hohenberg nach Wöllstein

Viele Wege fühen nach Santiago de Compostela in Nordspanien. Einer dieser Wege beginnt an der deutsch-tschechischen Grenze und führt über Nürnberg nach Rothenburg ob der Tauber. Von dort führt der Fränkisch-Schwäbische Jakobsweg durch unsere Gemeinde bis nach Ulm.

Beschreibung: Von Hohenberg kommend geht der Weg über Hütten – Gaishardt zur Papiermühle.
Von dort gibt es eine neue kürzere Wegvariante, welche durch eine landschaftlich schöne Gegend führt. Sie zweigt vor der Papiermühle nach links ab und ist mit dem gelben Zeichen der Jakobuskapelle Wöllstein bezeichnet. Sie verläuft zunächst im Rot-Tal, überquert bei der Burkhardsmühle die Straße, geht dann über die steinerne Brücke hinauf nach Pommertsweiler. Der Weg verläuft auf der Straße durch Pommertsweiler bis zum Ortsende. Hier geht es rechts ab in Richtung Vorderbüchelberg. In der Steigung muß man sich rechts bis zum Waldrand, danach links bis zum Büchelberger Grat orientieren. Man hat von dieser Stelle einen herrlichen Ausblick auf Hohenberg, Hohenstadt, die Kaiserberge und die Kapfenburg. Vor dem Ortsende biegt man rechts ab und begibt sich auf dem “Alten Schulweg” – der wieder neu in Stand gesetzt wurde – hinab nach Wöllstein, vorbei am neu geschaffenem Baumkreuz, welches 2006 eingeweiht wurde.

 

Baumkreuz am Jakobsweg zwischen Vorderbüchelberg und Wöllstein

Nach einem weiteren km tritt man aus dem Wald heraus, von wo aus man einen herrlicher Blick auf die Jakobuskapelle hat. Unten angekommen überquert man die Bundesstraße und biegt rechts in den Kapellenweg.

– Selbstverständlich kann auch der bisher bezeichnete Pilgerweg weiterhin benutzt werden, der von der Papiermühle über die Hammerschmiede nach Straßdorf und weiter über Reichertshofen nach Wöllstein führt –

Am Kapellenweg geht es rechts hinauf zur Jakobuskapelle. Die Kapelle ist ein Rest der früheren Burg Wöllstein. Familie Thamm die im Eremitenhaus neben der Kapelle wohnt und Familie Sorg (Alte Abtsgmünder Straße 4) öffnen den Pilgern gerne die Kapelle. Auch erhalten Sie hier einen Stempelabdruck für das Pilgerbuch.

In der Kapelle liegen verschiedene Druckstücke aus (Pilger- und Besucherbuch, ein Pilgerprospekt mit Wissenswertem über Wöllstein und die Jakobuskapelle). Wöllstein ist eine Station des Jakobsweges. Es bietet den Jakobspilgern eine Übernachtungsmöglichkeit im Gasthof “Talblick”. Auch sind im “Talblick” Stempel, Schlüssel zur Kapelle und weitere Auskünfte zu erhalten. In Wöllstein wird jährlich Ende Juli das Jakobusfest gefeiert. Eine Besonderheit weist Wöllstein seit Juli 2002 für Pilger und Kunstfreunde auf.
Nach einem Entwurf des bekannten Pfarrers und Malers Sieger Köder wurde im Juli 2003, an der Abzweigung des Radwegs am Kapellenweg ein Jakobuskreuz errichtet. Seine Idee zu einem Kreuz aus Eisen – mit der Christus- und Marienfigur – knüpft an die Tradition des eisenschaffenden und eisenverarbeitenden Gewerbes in vorindustrieller Zeit in Abtsgmünd an.

Auf der Südseite der Jakobuskapelle erwartet den Besucher ein weiterer künstlerischer Höhepunkt. Sieger Köder stellt dort in einem Gemälde das sogenannte “Hühnerwunder von Santo Domingo de la Calzada” dar. Diese Legende wird auf den Pilgerwegen viel erzählt und ist auch in Rothenburg ob der Tauber, Winnenden und in Überlingen dargestellt. Eine Erklärung befindet sich beim Bild.

Vom Jakobuskreuz aus verläuft der Pilgerweg links auf dem Radweg und dann über Bernhardshof und Fischhaus hinauf nach Hohenstadt, wo die barocke Wallfahrtskirche, das Schloss der Grafen Adelmann und der älteste Heckengarten zum Anschauen einladen. Von Hohenstadt führt der Weg weiter über Börrat, die Klotzhöfe und weiter nach Heuchlingen und Bargau.