Solar

„Schön reden tut´s nicht, die Tat ziert den Mann”

Mit diesen Worten begann Christoph Böckenbrink, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Werne a.d. Lippe und Geschäftsführer der Kolping Solar Kraftwerk Werne GbR, die Rede zur Eröffnung der Solaranlage. 38 Personen haben sich auf Initiative der Kolpingsfamilie zusammengetan um Taten zu vollbringen. Mit bewusstem Verzicht auf besonders große Erlöse können Taten vollbracht werden. Alle Gesellschafter verzichten auf einen Teil ihrer „Rendite“, um damit gemeinnützige Arbeit zu unterstützen. Dieses ist nach unserem Kenntnisstand in Nordrhein-Westfalen einmalig. Es gibt mittlerweile viele Bürgersolarprojekte, jedoch wohl keines, welches so wie dieses, aus dem Erlös einen Verein, der gemeinnützig arbeitet, unterstützt.

Derzeit ist die Erhöhung der Ökostromumlage auf vielleicht 3,53 Cent je Kilowattstunde in aller Munde. Allerdings wird nicht erwähnt, dass jede Kilowattstunde Atomstrom mit mindestens 4,3 Cent von Steuergeldern subventioniert wird, wie aus einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace hervorgeht. Unsere Anlage soll zur Demonstration umweltfreundlicher Energie­erzeugung dienen.

Gemäß Gesellschafterbeschluss sollte die Anlage mit einem maximal möglichen Anteil aus deutscher Produktion erstellt werden. Dieses Ziel konnte erreicht werden. Die Firmen SOLARIC RÖSSEL Messtechnik und die Dachdeckerfirma Goldmann aus Werne sowie Elektrofirma Vieth aus Selm-Bork installierten die Module von Sovello, die in Thüringen produziert wurden. Die Träger stammen aus Süddeutschland.

Unsere Photovoltaikanlage erzeugt Strom für ca. 10 Haushalte. Das ist natürlich nicht viel, aber wir sind ja auch nur eine kleine Gruppe die eine kleine Anlage gebaut hat. Bereits jetzt, nach 3 Wochen haben wir über 1 Tonne CO2 eingespart. Diese Anlage kann ein Vorbild für weitere Anlagen in Werne und Umgebung sein. Auch die geplante und dann verworfene Anlage auf der neuen Realschule könnte so durchgeführt werden. Da wird aber anscheinend noch gesprochen.

Denken Sie an das Zitat vom Anfang.

Es ist übrigens von Adolf Kolping.