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Kolpingsfamilie

Hunteburg

Portrait Adolf Kolping
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Kandidatencheck vor der Bürgermeisterwahl

veröffentlicht am

 

Die Kolpingfamilien Hunteburg und Bohmte hatten die Bürgermeisterkandidaten eingeladen.

Beide standen Rede und Antwort und die Resonanz im Pfarrheim Bohmte war sehr groß.

Ein detaillierter Bericht, der auch zum Eichenblatt ging, findet ihr weiter unten.

Bilder findet ihr in der Bildergalerie.

Hier schon mal ein Link zum Bericht im Wittlager Kreisblatt:

https://www.noz.de/lokales/bohmte/artikel/1733341/viel-konsens-und-eine-kontroverse-in-bohmte

 

KANDIDATENCHECK vor der Bürgermeisterwahl

 

Rund 100 Stühle gibt es im Saal des Gemeindehauses von St. Johannes d.T., Bohmte. Diese waren einige Minuten vor Beginn komplett vergeben. So mussten leider am Rande einige Personen mit Stehplätzen vorliebnehmen.

 

Erfreut über das große Interesse aus der Bevölkerung begrüßten die Vorsitzenden der einladenden Kolpingsfamilien aus Hunteburg (Stefan Klöcker) und Bohmte (Alexander Nagel) die Zuhörer und vor allem die beiden unabhängigen Bürgermeisterkandidaten Tanja Strotmann (unterstützt von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke)

und Thomas Rehme (unterstützt von der SPD). Beide berichteten nacheinander über ihre private Historie, die Ausbildung und den beruflichen Werdegang.

 

Strotmann hat nach dem Abitur eine Verwaltungsausbildung zur Dipl. Verwaltungswirtin und parallel zur Tätigkeit beim Landkreis Vechta ein Studium mit dem Ziel Dipl. Kauffrau absolviert. Hiermit durchlief sie einige Positionen bei der Kreisverwaltung in Vechta und war als kaufmännische Geschäftsführerin verantwortlich für die dortige Straßenmeisterei. Später kamen als Leiterin des Sachgebietes Personal Erfahrungen in Personalentwicklung und –führung hinzu.

Diese Ausbildung und die langjährige Praxis auf den verschiedenen Ebenen und in den unterschiedlichen Bereichen (immerhin rund 20 Jahre beim Landkreis Vechta) und seit 2016 die Arbeit als Erste Gemeinderätin in Bohmte sieht sie als gute Grundlage für die Übernahme des Amtes einer Bürgermeisterin. Im Falle ihrer Wahl wolle sie ihren Wohnsitz auch in der Gemeinde Bohmte nehmen.

 

Rehme, aus Bohmte stammend, hat sein Berufsleben als Metaller durch eine Lehre bei Karmann begonnen. Dies und der spätere Zivildienst im Pflegedienst habe ihn auch ein Stückweit in seinen Ansichten geprägt. So war dann die Spezialisierung nach Abitur und Jura-Studium in Münster das Arbeitsrecht. Mit einer eigenen Kanzlei ist er in diesem Fachgebiet als Anwalt in Bohmte ansässig. Daneben gab es schon früh das “Hobby” Kommunalpolitik. Inzwischen ist er 8 Jahre Ortsbürgermeister, 10 Jahre stellvertretender Bürgermeister und daneben Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Im Falle seiner Wahl würde ihm bei der Leitung der Verwaltung sein juristischer Sachverstand sicherlich hilfreich sein.

 

Beide Kandidaten haben Ziele und Wünsche!

Strotmann möchte eine offene Verwaltung, Erweiterung der Bemühungen um die Familien auch auf die Senioren, enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Industrie. Ein regelmäßiges Unternehmerfrühstück für enge Kommunikation ist eine Idee in diesem Zusammenhang. Wichtig auch für sie:  Natur- und Umweltbildung in Zusammenarbeit mit den Schulen.

Rehme weist auf eine gute wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region hin. 2,5 % Arbeitslosenquote seien nahezu Vollbeschäftigung. Dennoch ist Wirtschaftsförderung mit Unterstützung der Werbegemeinschaft notwendig, um die Zukunft zu sichern. Straßensanierung ist in den letzten Jahren erfolgt, aber längst nicht abgeschlossen. Freibad, Hallenbad, Sportplatz Jahnstraße – laut Rehme sind hier noch große Aufgaben. Außerdem seien 2 Feuerwehrhäuser, in Hunteburg und Herringhausen, zu planen und zu bauen.

 

In Blöcken wie: Wirtschaft und Verkehr, demografischer Wandel, Dorfentwicklung und das aktuelle Thema Bewegungsband wurden die Einstellungen abgefragt und beantwortet. Auch immer wieder durch Fragen aus dem Saal. In vielen Bereichen waren die Kandidaten nah beieinander. Im Bereich Verkehrssituation und Mehrgenerationenspielplatz im Verbund mit dem Projekt Bewegungsband gibt es aber Differenzen in den Ansichten und Vorgehensweisen. Strotmann sieht eindeutig ein Verkehrsproblem in Bohmte, natürlich auch die Schwierigkeit dies zu lösen. Wenn es so einfach wäre, hätte man längst schon eine Möglichkeit gefunden. Hier müsse man noch einmal neu anfangen zu denken und zu planen.

Umstritten ist das Projekt Bewegungsband / Mehrgenerationenplatz im Rahmen der Dorfentwicklung. Ein Arbeitskreis mit großer Bürgerbeteiligung und viel persönlichem Einsatz hat dies für Bohmte als favorisierten Wunsch herausgestellt. Herringhausen-Stirpe-Oelingen bekommt eine Neugestaltung des Schützenhauses, Hunteburg den Ausbau des Ponymarkt-Geländes. Für die Bohmter Pläne hatte die SPD kürzlich unerwartet einen Rückzieher gemacht. Dies mit dem Hinweis darauf, dass die Kosten zu hoch seien. Schulhof, Freibad u. Sportplatz müssten auf einen aktuellen Stand gebracht werden, der Mehrgenerationenplatz sei jedoch nicht nötig. Dies sei auch Meinung in der Bevölkerung. Strotmann stellte hingegen dar, das gerade das Gesamtkonzept Bewegungsband darüber entscheiden könnte, überhaupt eine Förderung innerhalb des Dorfentwicklungsprogrammes zu bekommen. Für Freibad und Sportplatz gebe es andere “Töpfe”. Also sollte man die Kosten noch einmal genau unter die Lupe nehmen und dann in diesem Jahr den Antrag stellen.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankten sich die Moderatoren Stefan Klöcker und Alexander Nagel bei den Bürgermeisterkandidaten und forderten alle Anwesenden nochmal auf, von ihrem Wahlrecht auch Gebrauch zu machen, sowohl für die Bürgermeisterwahl als auch für die Landrats- und Europawahl.