Impuls

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder,

wir befinden uns in einer der traurigsten Krisen der Menschheit. Nicht in einer der schlimmsten, aber einer der traurigsten, denn das Heilmittel liegt darin, einander fernzubleiben“. Eine Aussage des Schriftstellers Daniel Kehlmann.

Empfinden wir es nicht ähnlich? Ein Jahr währt nun bereits die Pandemie. Ein Jahr, in dem die Aktivitäten unserer Kolpingfamilie brach liegen. Wann wird ein Ende in Sicht sein ?

Zur Zeit erleben wir nur eine Kette von Problemen. Zum Beispiel mit dem Impfen. Manchmal überlegt man sich, wie ist das in Deutschland möglich. Einem Land, das in der Welt als Garant für Zuverlässigkeit und Innovation bekannt ist. Aber wir können daran nichts ändern. Wir können uns nur an die Ge- und Verbote halten in der Hoffnung, dass es sich bald zum Besseren wendet.

Denken wir in dieser Zeit an unsere Mitglieder und andere Mitmenschen, die allein leben. Wie viel schwieriger muss es noch für sie sein, mit dieser Situation fertig zu werden. Ein Anruf kann in solch einer Situation sehr tröstlich sein.

Und wie wäre es in dieser Zeit mit beten? Ich weiß, auch bei uns ist es nicht so weit her mit der Frömmigkeit. Aber sich in dieser Situation einmal besinnen und mit Gott sprechen? Dankbar zu sein, dass es uns noch relativ gut geht und für die zu bitten, die erheblich schwerer belastet sind?

Horst Franzke hat mir auch für 2021 wieder ein „Weggeleit“ geschenkt. Der Monatsspruch für Oktober lautet „Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken. (Hebräer 10.24)“ Dieser Spruch muss ja nicht nur für Oktober gelten.

Euch eine gute Zeit.

Norbert Baumgart