Wir über uns

Chronik

Die Gründung der Kolpingsfamilie Pleinfeld geht zurück auf das Jahr 1927:

18. April 1927
Am Ostermontag trifft sich ein größerer Personenkreis im Huebersaal. Hr. Pfarrer Ehgartner und Hr. Kaplan Graf hatten angeregt, den seit 18 Jahren bestehenden Burschenverein in den Kath. Gesellenverein umzuwandeln.
Eingeladen zu dieser Gründungsversammlung ist auch Hr. Diözesanpräses Franz Mittenhuber, Stadtpfarrer von Neumarkt/Opf. Nach seinem Vortrag mit dem Thema „Kolping und sein Werk“ sind die Anwesenden aufs Tiefste ergriffen. Sogleich erklären sich 25 aktive und 32 passive Mitglieder bereit, den Kath. Gesellenverein zu gründen.

19. April 1927
Wahl des Vorstandes:
Präses: Hr. Kaplan Graf
Senior: Brönner Andreas

Juli 1927
22 Mitglieder gründen unter dem Namen D. J. K. (Deutsche Jugendkraft) eine Turnabteilung.

7. August 1927
Inzwischen ist die Mitgliederzahl auf 41 aktive und 43 passive Mitglieder gestiegen.
Anfangs werden hauptsächlich Theaterstücke aufgeführt.
Die D. J. K. schafft sich durch viele Siege bei Bezirks- und Gausportfesten, unter der Leitung ihres Vorturners Michael Friedrich, einen guten Namen.

5. Mai 1933
Verhaftung von Präses Hr. Kaplan Söllner durch die Gestapo, auf Grund seiner Predigt am Tag der Arbeit.

Dezember 1933
Allgemeines Verbot für alle kirchlichen Verbände durch die Staatsführung des 3. Reiches.

2. Februar 1947
Mit neuem Mut wird nach den harten Kriegsjahren die Kolpingsfamilie Pleinfeld durch Hr. Kaplan Probst mit 25 aktiven und 10 passiven Mitglieder neu gegründet.

Dezember 1947
Zum Jahresende ist der Verein auf 57 Mitglieder angewachsen.

4. Februar 1948
Abgesandte der Kolpingsfamilie Pleinfeld sprechen bei Hr. Domkapitular Heindl im bischöflichen Ordinariat in Eichstätt vor, dass auf Grund fehlender Versammlungs- und Gruppenräume in der Pfarrei ein dementsprechendes Haus gebaut werden soll.

6. Juni 1948
Ein Freudentag für die ganze Gemeinde: Weihe des Kolpingbanners mit Festzug und anschließender Kundgebung, unter Teilnahme zahlreicher Vereine, sowie vieler Kolpingsfamilien.

21. März 1949
Erster Spatenstich – Aushebung der Baugrube durch Kolpingsöhne, die auch im weiteren Verlauf durch viele Arbeitsstunden zum raschen Baufortschritt beitragen.

5. Juli 1949
Richtfest des neu erbauten Kolpingheims.

23. Oktober 1949
Feierliche Weihe des neuen Hauses durch Hr. Bischof Dr. Josef Schröffer.

März 1950
Die Kolpingsfamilie zählt bereits 74 Mitglieder.

Januar 1953
Das Kolpingheim wird von der Kath. Kirchenstiftung Pleinfeld übernommen.

11. Oktober 1953
Die Kolpingsfamilie feiert ihr 25-jähriges Gründungsfest. Gründungspräses Hr. Pfarrer Graf wird zum Ehrenpräses ernannt. 23 Mitglieder werden für ihre 25-jährige Treue geehrt.

März 1968
Gründung der ersten Jungkolpinggruppe.

10. Dezember 1972
Hr. Studienrat Kornbacher wird für seine Verdienste in und um die Kolpingsfamilie Pleinfeld zum Ehrenpräses ernannt.

Oktober 1976
Neun Jugendliche gründen eine Jungkolpinggruppe.

18. / 19. Juni 1977
Feier des 50-jährigen Jubiläums; während des Festaktes werden die noch lebenden Gründungsmitglieder, sowie zahlreiche Jubilare geehrt.

27. November 1977
Erstmals werden Frauen in die Kolpingsfamilie aufgenommen, der Verein wächst dadurch um 17 Mitglieder.

März 1988
Georg Ott, insgesamt 16 Jahre Vorsitzender der Kolpingsfamilie Pleinfeld, wird zum Dank für sein Engagement zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

22. Juli 1990
Nach jahrelanger Planung kann die neu angefertigte Fahne feierlich geweiht werden.
Aufgrund der hohen Anzahl von teilnehmenden Vereinen und Verbänden findet der Festakt in der Brombachhalle statt.

27. Oktober 1991
Pleinfelder und eine Vielzahl von weiteren Kolpingmitgliedern erleben in Rom die Seligsprechung Adolph Kolpings durch den Heiligen Vater, Papst Johannes Paul II.

1997 und 1998
Erneut können zahlreiche Jugendliche für die Sache Kolpings gewonnen und zwei Kolpingjungendgruppen unterschiedlichen Alters gegründet werden.

Oktober 2001
Zum 10-jährigen Gedenktag der Seligsprechung Adolph Kolpings nehmen wir mit Mitgliedern der Kolpingsfamilien Ellingen und Weißenburg am Festgottesdienst in Rom teil.
Dieses Ereignis behalten alle Teilnehmer/innen in guter und bleibender Erinnerung.

8. / 9. Juni 2002
Unter dem Motto „Weggemeinschaft in Familie, Staat und Kirche“ feiern wir unser 75-jähriges Jubiläum.
Viele Mitglieder werden für ihre langjährige Treue zur Kolpingsfamilie geehrt.

September 2002
Erneute Gründung einer Jungkolpinggruppe mit sechs Kindern.

Die Kolpingsfamilie spielt eine aktive Rolle im kirchlichen und öffentlichen Leben unserer Marktgemeinde.
Religiöse, politische und aktuelle Themen sind fester Bestandteil in unserem Verein und werden in verschiedenen Vorträgen behandelt. Außerdem stehen gemütliche Abende mit Fahrradtouren, Wanderungen oder ähnlichem auf dem Programm. Auch auf Bezirks- und Diözesanebene ist unsere Kolpingsfamilie bei den verschiedensten Veranstaltungen und Jubiläen vertreten.
Dass wir uns auch am öffentlichen Leben beteiligen, wird ersichtlich durch den alljährlichen Bau des Festwagens für das Volksfest, sowie die Teilnahme am Festzug mit Wagen und Fahnenabordnung. Ebenso Tradition ist das Mitwirken bei kirchlichen Veranstaltungen und Prozessionen, z. B. Pfarrfest und Fronleichnam.
Über die Grenzen Pleinfelds hinaus ist unsere Kolpingsfamilie, neben dem alljährlichen Faschingsball am Rosenmontag, vor allem auch durch die Theateraufführungen bekannt. Bereits 1928 wurde mit diesen Vorstellungen begonnen, die dann bis 2003 mit Unterbrechungen organisiert und aufgeführt wurden.
Wir beteiligen uns regelmäßig an gemeinnützigen und caritativen Projekten und unterstützen diese auch finanziell, z. B. mit der jährlich durchgeführten Altkleidersammlung oder durch die bei verschiedenen Aktionen erarbeiteten Erlöse.
Die Kolpingsfamilie Pleinfeld zählt heute 117 Mitglieder: Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer – im Alter von 8 bis 88 Jahren.