R u n d b r i e f

Rundbrief 02.2020                                                       21.03.2020

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Kolpingsfamilie, liebe Leserinnen und Leser dieses Rundbriefes,

seit etwa 6 Wochen sind bei uns „Corona und Covid 19“ ein wichtiger Teil unseres Wortschatzes. Davor haben wir entspannt die gesundheitliche Abwärtsentwicklung wegen dieser bisher unbekannten und aus China stammenden Infektionskrankheit – quasi bequem aus unserem Fernsehsessel – verfolgt. Jetzt hat uns das Virus hier in Deutschland und Mönchengladbach erreicht; nachdem es so schien, dass es nur den Landkreis Heinsberg berührt und getroffen hatte. Jetzt heißt das für uns, dass wir mit dieser für uns neuen und fremden Situation und ihren Auswirkungen lernen müssen umzugehen; auch als Kolpingsfamilie Mönchengladbach. Das heißt konkret:

  • wir haben letzte Woche sehr kurzfristig unsere Mitgliederversammlung abgesagt und verschoben,
  • wir wollten am Mittwoch dieser Woche das Programm für die nächsten Monate unserer Gemeinschaft Auch der Termin ist verschoben worden. Wann? – Ich weiß es heute nicht.
  • Gottesdienste dürfen nicht mehr stattfinden und das höchste Fest der Christen – Ostern – wird ohne öffentliche Gottesdienste stattfinden,
  • wir erleben jeden Tag Neuigkeiten, die unseren Alltag sehr heftig beeinträchtigen und einschränken,
  • und ich weiß heute nicht, ob das morgen noch aktuell ist, was ich uns allen heute

Die Aufzählung ließe sich vermutlich noch ziemlich lange fortsetzen und Jede und Jeder von uns hat eigene Erfahrungen und Erlebnisse, wie er oder sie mit diesen einschneidenden Veränderungen umgeht – auch umgehen muss. Es stellt sich die Frage, wie wir als Kolpingsfamilie hier in Mönchengladbach jetzt und in diesen Tagen (wie viele wohl auch noch in dieser Form kommen werden) zusammenstehen und unsere Gemeinschaft pflegen und weiterentwickeln? Wer von uns kann hier freundschaftlich und nachbarschaftlich helfen? Wer von uns braucht hier Hilfe?

  • Ich selber kann mittlerweile auf Grund meiner eigenen gesundheitlichen Einschränkungen keine Hilfe anbieten, brauche aber dank der ehelichen Unterstützung auch keine Seit Dienstag habe ich mich

– mit Ausnahme eines abgesprochenen Arzttermines –in häusliche Zurückgezogenheit und Isolation begeben.

  • Unsere Gemeinschaft hat nach der Kartei ein durchschnittlich hohes Alter, aber ganz viele von uns sind noch körperlich und geistig fit und
  • Es gibt viele nachbarschaftliche und freundschaftliche Hilfsangebote für die, welche auf Unterstützung angewiesen sind – auch hier in Mönchengladbach. Diese bieten ihre Hilfen meist im Internet Diejenigen von uns, die mit diesem Medium nicht umgehen können, sollten bei der Stadt, den Wohlfahrtsverbänden nachfragen oder sich aus der Zeitung informieren. Die Stadt Mönchengladbach hat aktuell ein Bürgertelefon unter dem Anschluss 25-54321 eingerichtet.
  • Trotzdem frage ich euch – ohne zu wissen, ob und wie wir danach gemeinsam diese Fragen beantworten können –
    • Wer von euch kann hier helfen?
    • Wer von euch braucht hier Hilfe?

Meine Kontaktdaten findet ihr in der Signatur, mit der ich diese Mail gleich versenden werde. Diejenigen ohne Internet wenden sich telefonisch an unseren Vorsitzenden Herbert. Danach werden wir mittels einer Telefonkonferenz der Vorstandsmitglieder beraten und entscheiden, wie wir hier vermittelnd tätig werden können. Die Ergebnisse hiervon und hieraus erfahrt ihr im nächsten Rundbrief.

Unabhängig von diesem Rundbrief und seinen Ausführungen: Jede und Jeder von uns kann / soll / darf überlegen und entscheiden, wen er aus unserer Gemeinschaft anrufen möchte. Kontakt auf diesem Weg ist für uns alle hilfreich und förderlich!

Liebe Freundinnen und Freunde, wir wünschen uns allen, die wir gesund zu sein scheinen, „bleibt gesund“ – und den kranken Mitgliedern unserer Gemeinschaft wünschen wir gute und baldige Genesung. Euch allen einen herzlichen Gruß

Treu Kolping

euer Peter

Diakon Peter Vieten, Präses