Herzlich Willkommen bei der Kolpingsfamilie Milte

 

 

Herzlichen Glückwunsch!

Wir gratulieren unserer Kolpingschwester Claire Mesch ganz herzlich zur Verleihung des Ehrensiegels der Stadt Warendorf!

Ehrensiegel für Mesch und Schäffer
Warendorf (pw) – Mit Claire Mesch und Klaus Schäffer sind am Montagabend zwei engagierte Mitglieder der Warendorfer Zivilgesellschaft mit dem Ehrensiegel der Stadt ausgezeichnet worden. Claire Mesch steht für die „Tschernobyl-Initiative Milte“, Klaus Schäffer für die „Aktion Kleiner Prinz“.

Bürgermeister Axel Linke würdigte die außerordentlichen Verdienste beider Geehrten und begründete in seiner Laudatio die Verleihung des Ehrensiegels durch den Rat der Stadt. Beide sind Gründungsmitglieder und über viele Jahre unermüdliche Motoren ehrenamtlicher Initiativen, die vor allem Kindern eine bessere Zukunft geben wollen.

Initiative, die die Opfer nicht vergisst
Claire Mesch gehörte 1994 zu den Gründerinnen der Tschernobyl-Initiative, die es sich damals wie heute zur Aufgabe gemacht hat, von der Reaktorkatastrophe im Jahr 1986 betroffene Kinder Ferienaufenthalte in Milte zu ermöglichen. „Sie treten für eine Zivilgesellschaft ein, in der man füreinander einsteht, die die Opfer nicht vergisst und die für eine bessere Zukunft kämpft“, sagte der Bürgermeister.
Linke erinnerte an das Reaktorunglück vom 25. April 1986, als in Weißrussland, der Ukraine und Russland 150 000 Quadratkilometer Land, wo fünf Millionen Menschen wohnten, radioaktiv verseucht wurden. „Auch mehr als drei Jahrzehnte später leiden Menschen unter dem verheerenden Unfall. Die Spätfolgen sind nach wie vor nicht absehbar. Weitere Opfer sind wohl noch nicht mal geboren“, sagte Linke.

Jugoslawien-Krieg war Auslöser
Klaus Schäffer gehörte 1993 zu den Initiatoren der „Aktion Kleiner Prinz“, seinerzeit gegründet unter dem Eindruck des Jugoslawien-Kriegs. Dank des umtriebigen Gründungsvorsitzenden habe der Verein schnell internationale Bekanntheit erlangt. Ziel sei es, Kindern in Not als Opfern von Krieg, Gewalt, Verfolgung und Katastrophen zu helfen.
Erschreckende statistische Zahlen, hinter denen Millionen individuelle Schicksale stecken, nannte der Bürgermeister: Weltweit müssten 150 Millionen Kinder unter fünf Jahren hungern, 100 Millionen besuchten keine Schule, 250 Millionen Mädchen und Jungen müssten teils unter gefährlichen Bedingungen arbeiten, 30 Millionen würden als Kindersklaven oder Prostituierte ausgebeutet, 300 000 würden als Kindersoldaten zwangsrekrutiert, sagte der Bürgermeister.
Es gibt also weiter genug zu tun für den „kleinen Prinzen“. Allein 2018 habe der Verein fast 390 000 Euro Geldspenden sowie Sachspenden im Wert von mehr als 800 000 Euro erhalten – zu dieser Erfolgsbilanz habe Klaus Schäffer den Grundstein gelegt.
Erste Urkunde seit Bundesjugendspielen

Klaus Schäffer ließ in seinen Dankesworten die Entwicklung der „Aktion Kleiner Prinz“ Revue passieren. Der Arzt, der nach eigener Aussage bislang nur eine Siegerurkunde bei den Bundesjugendspielen als Auszeichnung erhalten hatte, dankte, merklich gerührt, im Namen aller Unterstützer des von ihm gegründeten und bis 2008 geführten Vereins für die Würdigung: „Das Werk ist immer wichtiger als die Person.“ Er widme diese Auszeichnung allen Mitstreitern. Bürgerschaftliches Engagement mache die Erfolgsgeschichte des Vereins aus und diese seine Geburtsstadt „zu einem unverwechselbar wertvollen Kleinod gelebten Bürgersinns“.
Auch Claire Mesch dankte den vielen Unterstützern, vor allem der Kolpingsfamilie und den über die Jahre insgesamt 49 Gastfamilien. Sie betonte, dass die Aktion vor dem Hintergrund der Belastungen, die der Zweite Weltkrieg im deutsch-weißrussischen Verhältnis gebracht hatte, auch gelebte Völkerverständigung im praktischen Sinne sei.

Bürgermeister Axel Linke schloss die Feierstunde, die von den Trompetern Philipp Seidel, Lukas Gausepohl und Marcus Althaus musikalisch untermalt wurde, mit der Bemerkung, es habe „die Richtigen getroffen“.

(Die Glocke vom 17.12.2019)

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Daniel Bußmann

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