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Landesversammlung 2012

   

Debatte über Familienpolitik und Jugendwohnen

Villingen-Schwenningen. Bei der Landesversammlung des Kolpingwerk Landesverbands Baden-Württemberg standen Mitte Oktober in Villingen-Schwenningen Brigitte Lösch (Vizepräsidentin des Landtags, MdL für Bündnis 90/Die Grünen) und Peter Hauk (Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, rechts im Bild) sowie Dr. Joachim Drumm (Ordinariatsrat, Diözese Rottenburg-Stuttgart, links im Bild) bei einer Podiumsdiskussion Rede und Antwort. Zunächst führte der Landesvorsitzende Andreas Hoffmann in die zentralen Themen Landeserziehungsgeld und Jugendwohnen ein und übergab dann das Wort an den Moderator Ulrich Fricker (Südkurier).

Bei der kontroversen Diskussion kamen auch die Gäste zu Wort, beispielsweise Mathias Owerrin, der als Leiter des Kolpinghauses Reutlingen die Situation der Kolpinghaus-Bewohner schilderte. In Baden-Württemberg werden einige Kolpinghäusern betrieben, die rechtlich selbstständig, wohl aber mit der gleichen Intention arbeiten. Eine der wesentlichsten Aufgaben der Kolpinghäuser ist die Unterbringung und vor allem auch die Betreuung von jungen Menschen, die an einem auswärtigen Ort einer Berufs- oder Schulausbildung nachgehen (begleitetes Jugendwohnen). Diese Wohnform wird bei zunehmendem Blockunterricht in Verbindung mit der immer stärkeren Konzentration an Bezirks- und Landesfachklassen an Bedeutung gewinnen. Leider haben sich die Schülerzahlen erheblich erhöht und die Kosten sind insgesamt gestiegen. Die Zuschüsse von Land und Kommunen – sofern diese überhaupt geleistet werden – sind nicht mit dieser Entwicklung einhergegangen. Der Kolpingwerk Landesverband plädieren für ein Modell, in dem die jungen Menschen zwar eine Eigenleistung für die Verpflegung übernehmen, die Unterkunfts- und Betreuungskosten jedoch von staatlicher Seite übernommen werden. Dieses Thema möchte der Verband auch in Zukunft nachhaltig begleiten und sich weiterhin für das Jugendwohnen stark machen.