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?Grün? verweist ?Schwarz? auf Platz zwei

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Sigmaringen. Unter dem Motto ?Wir sind wählerisch? haben die Kolpingsfamilie, der Kreisjugendring und weitere Sigmaringer Jugendgruppen zu einem Gespräch im Vorfeld der Landtagswahl in die Alte Schule eingeladen. Andrea Bogner-Unden vom Bündnis 90/Grüne, Klaus Burger von der CDU, Michael Femmer von der SPD und Wolfgang Dobler von der FDP stellten sich vor, gaben Antworten auf allgemein-politische Themen und diskutierten anschließend mit den Wählern. Im Anschluss an die Diskussion vergaben die Besucher Wahlpunkte. Die Grünen lagen mit 25 Zählern vorn.

Silvia Bregenzer, Vorsitzende der Kolpingfamilie Sigmaringen, begrüßte die Gäste: ?Was macht ihr am 13. März?? Wählen, natürlich. Auch Erstwähler hatten sich eingefunden, und Bregenzer ergänzte: ?Wer nicht wählt, trägt auch Verantwortung dafür, dass extreme Parteien Macht bekommen.? Der Abend wolle als Interaktion helfen, eine Wahlentscheidung zu treffen.

Extreme oder ungewöhnliche Antworten hatten die Spitzen der Parteien im Landkreis Sigmaringen nicht. Sie stellten sich zunächst kurz vor. Andrea Bogner-Unden möchte für die Grünen in den Landtag, es ist ihr wichtig, dass mehr Frauen im Landtag vertreten sind und Winfried Kretschmann Ministerpräsident bleibt. Klaus Burger ist bereits seit vier Jahren Abgeordneter für die CDU und möchte sich mit zehn Punkten weiter empfehlen, unter denen sich Themen wie Arbeit, Natur sowie Ehe und Familie befinden. Wolfgang Dobler ist der Kandidat für die FDP, für den Geschäftsmann ist ?Freiheit? ein Privileg, das es zu verteidigen gilt. Michael Femmer von der SPD nennt als seine Themen Flüchtlingshilfe, Kritik an Globalisierung und an der Waffenausfuhr. Wegen einer Erkältung trat er anschließend seinen Platz auf dem Podium an den Ersatzkandidaten Robin Mesarosch ab. Der Jura-Student ist im Wahlkampf für die Bürgeranfragen an Nils Schmid zuständig und konnte an diesem Abend mehrere der Jugendlichen für seine Position gewinnen.

Maria Fröhlich und Werner Knubben moderierten die Podiumsfragen: Kurze Statements zu Schulreform, Ehrenamt, Senioren und Mobilität sollten die Kandidaten abgeben. Während Bogner-Unden und Mesarosch sich eindeutig für die Gemeinschaftsschule aussprechen, ist Burger ?nicht ganz dagegen?. Für Dobler steht ?das Wohl des Kindes und nicht der Schultyp? im Vordergrund und eine gleichwertige Ausstattung aller Schultypen. Das Ehrenamt loben alle. Mesarosch gab zu Bedenken: ?Man wird dafür nicht bezahlt und man muss ja überleben?. Die Zeit war allerdings zu knapp, um differenzierte Standpunkte vertreten zu können. Spannender wurde es für die Zuhörer in den Fragerunden. Sie verteilten sich in vier Räume und im Wechsel kamen die Kandidaten zu ihnen. So sagte Mesarosch auf die Frage nach seiner Motivation: ?Politik sollte so sein, dass es den Leuten gut geht.? Die Vertreter der Parteien stellten sich den Fragen zu TTIP, gleichgeschlechtlicher Ehe, AfD oder Gemeinschaftsschule.

Am Ende waren alle mit der ?Konfrontation? zufrieden. Knubben bat darum, beim Hinausgehen einen Wahlpunkt zu vergeben. ?Sieger? des Informationsabends waren die Grünen mit 25 Punkten, gefolgt von der CDU mit 14, der SPD mit 13 und der FDP mit drei. Aber dieser Sieg nach Punkten ist nicht repräsentativ.

Text: Gabriele Loges