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Baden-Württemberg

Portrait Adolf Kolping
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Im Mittelpunkt steht der Mensch

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Donaueschingen. Unter dem Motto  Kolping: Wir sind wählerischhat die Kolpingfamilie Donaueschingen am 17. 2. 2016 zum Kolping-Forum Landespolitik eingeladen. Etwa 80 Personen folgten diesmal der Kolping-Einladung zur politischen Bildung aus erster Hand.

 Seit nunmehr 30 Jahren werden die Kandidaten der Parteien vor allen Wahlen, ob auf kommunaler, Landes oder Bundesebene auf den ?Kolping-Wahl-Prüfstand? gestellt, wird so von der Kolpingfamilie in Donaueschingen ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung geleistet.

Die 4 Kandidaten, der im Landtag von Baden-Württemberg vertretenen Parteien, saßen auf dem Podium. Für die CDU schickte der Spitzenkandidat Guido Wolf, der kurzfristig wegen eines übergeordneten Termins verhindert war, seine Ersatzkandidaten, Stefanie Degen. Die Grünen wurden vertreten durch ihre Wahlkreis-Kandidatin Angelika Stoerk. Die  SPD Position bezog Marcus Kiekbusch und für die FDP argumentierte MdL Niko Reith. Die Moderation der Veranstaltung lag in Händen von ?Südkurier-Redakteur? Uli Fricker.

Nach der Kandidatenvorstellung galt es zu Fragen, die unter dem Leitwort ?im Mittelpunkt der Mensch? standen, Stellung zu beziehen. Schwerpunktthemen waren hier einmal: Familie und hier Bildung und Ausbildung. Das Thema Gemeinschaftsschule wurde recht konträr dis-kutiert. Während die Vertreter der Regierungsparteien diese neue Schulart als Erfolgsmodell priesen, waren die Vertreter der Oppositionsparteien ziemlich skeptisch und setzten sich für den Erhalt der Werkrealschulen ein.
Dann ging es um die Mobilität im ländlichen Raum. Hier stand im Focus das Versuchsprojekt ?Tempo 120? auf der A 81 zum Schutze der an der Autobahn anliegenden Gemeinden.  Nur die Kandidatin der ?Grünen? sprach sich dafür aus, wobei von allen klar betont wurde, dass man etwas gegen die Umweltbelastung durch den Verkehr an den Autobahnen tun müsse, es sich hierbei aber um eine Bundesangelegenheit handele.
Die Flüchtlinge in unserem Bundesland beschäftigten abschließend das Forum. Niko Reith , FDP sprach sich für eine Flüchtlings-Obergrenze aus, ?die sich nach unserer sicherlich be-grenzten Integrationskraft richte?. Grünen-Kandidatin Stoerk  lobte zwar Kanzlerin Merkel, kritisierte aber auch die immer noch schleppende Durchführung der Asylverfahren. Marcus Kiekbusch, SPD verwies darauf hin, dass wir aus christlicher Verantwortung den Flüchtlingen helfen müssen. Stefanie Degen, CDU, erinnerte daran, dass neben dieser Verantwortung aber auch eine Verantwortung für unseren demokratischen Rechtsstaat besteht.

Nach der Positionbeschreibung folgte die Diskussionrunde mit den Bürgern, die Dank des  Geschicks des Moderators Uli Fricker in sachlichen Bahnen  verlief. Wer dann noch weitere ?Lust auf Landespolitik? hatte, konnte bei ?Bier und Brezel? das Einzelgespräch mit den Kandidaten suchen.

Fazit: Wieder ein gelungener Beitrag zur politischen Bildung in der Kolpingfamilie und in unser Stadt Donaueschingen.