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Portrait Adolf Kolping
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Die Traumausbildung hat manchmal einen hohen Preis

veröffentlicht am

Karlsruhe. Die Jugendgästehäuser von Hardtstiftung, Caritas und Kolping haben zum Runden Tisch ins Kolpinghaus eingeladen. Acht Kandidaten, die am 13. März zur Wahl stehen, hörten mit Interesse den Berichten aus den insgesamt 4 Häusern zu und nahmen teils überrascht zur Kenntnis, dass Auszubildende in Baden-Württemberg, die  weit entfernt vom Wohnort zum Blockschulunterricht müssen, oftmals mit den anfallenden Kosten für Fahrt und Unterkunft alleine gelassen werden. Eine Auszubildende zur Zahntechnikerin im 2. Lehrjahr, die während dem Blockschulunterricht im Jugendgästehaus St. Hildegard wohnt, rechnete eindrücklich vor, dass ihr aufgrund der monatlichen Unterrichtsblöcke in Karlsruhe gerade mal 160 ? pro Monat für den täglichen Bedarf bleiben.

In der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit kämpfen die Vertreter der Jugendgästehäuser gemeinsam für die (finanzielle) Gleichstellung aller Auszubildenden. ?Die Wunschausbildung darf nicht davon abhängen, ob die Ausbildungsstätte bzw. Berufsschule am Wohnort oder in weiter Entfernung davon liegt? fordern so auch die Trägervertreter der Jugendgästehäuser. Ohne den Rückhalt der Politik lässt sich hier aber kaum etwas bewegen. Diesen sagten die Wahlkandidaten in diesem Rahmen zu.

Dass die Träger der Jugendgästehäuser weiterhin und zeitgemäß ihr Angebot vorhalten können, erfordert darüber hinaus auch Unterstützung bei dringend erforderlichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sowie der personellen Ausstattung um neuen Anforderungen wie Integration und Inklusion gerecht zu werden. Der derzeitige Betreuungsschlüssel von einer pädagogischen Fachkraft für 30 Bewohner reicht bei weitem nicht für die anspruchsvolle Leistung aus, die die Träger derzeit nur durch den Einsatz von Eigenmitteln anbieten können. Wie wichtig das Angebot pädagogischer Betreuung in den Häusern ist, schilderte auch Marius Rech, der für die Dauer seiner Ausbildung zum Friedhofsgärtner im Kolping Jugendwohnen lebt und die Gemeinschaft und Hilfe bei der Verselbständigung schätzt.

Das Interesse aller Kandidaten und die Zusage auch nach dem Wahlkampf mit den jungen Menschen und den Einrichtungen im Gespräch bleiben zu wollen, machte Mut, mit Zuversicht auf die Zukunft von Auszubildenden wie Wohnheimen zu blicken.