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Kolpingsfamilie

Wiggensbach

Portrait Adolf Kolping
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Zivilcourage üben Regeln für Helfer

veröffentlicht am

Im voll besetzten Kolpingsaal in Wiggensbach referierten der Allgäuer Kripochef Albert Müller und Kriminalhauptkommissar Hermann Zettler von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle im Rahmen der Veranstaltungsreihe ?Kolping thematisiert ?? zum Thema Zivilcourage.

Ihnen ist es nicht nur gelungen, die Zuhörer zwei Stunden durch Worte zu fesseln, sondern sie haben es auch verstanden, diese mit praktischen Übungen zu einem aktiven Part des Infoabends werden zu lassen. Zivilcourage. So mancher fragt sich: Soll ich hinschauen und eingreifen bei einer gewalttätigen Aktion oder doch lieber wegschauen? Wie kann ich helfen, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Wie verhalte ich mich richtig als Opfer einer Straftat? Klare Tipps gegeben Deshalb wollte sich auch die Kolpingsfamilie Wiggensbach aktiv mit diesem Thema auseinandersetzen.

Mit Kripochef Albert Müller (er ist zudem Kolping-Vorstandsmitglied) war der passende Referent schnell gefunden. Ihn unterstützte der Leiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle,
Hermann Zettler. Beide haben nicht nur erklärt, wieso es uns allen oft schwerfällt, Zivilcourage zu zeigen, sondern haben den Zuhörern auch klare Tipps zum richtigen Helfen oder Eingreifen geben. Hinschauen und handeln statt ignorieren und kneifen war der deutliche Appell. In Rollenspielen wurde das vorher Gehörte praktisch umgesetzt.

Die Teilnehmer haben gelernt, wie sie ihr Gegenüber durch Gesten, Handeln und lautes Rufen auf Abstand halten oder überraschen können, um selbst handlungsfähig zu bleiben. In drei simulierten Busfahrten wurden jeweils gemeinsam ein pöbelnder Betrunkener, ein Mann, der eine junge Frau belästigte, sowie ein Jugendlicher, der einen älteren Mann aggressiv anbettelte in die Schranken verwiesen. Die im Publikum anwesende und mitspielende Berufsbusfahrerin konnte die Übungen durch eigene Erfahrungen ergänzen. (az)

Regeln für Helfer

Albert Müller und Hermann Zettler gaben den Teilnehmern der Veranstaltung zur Zivilcourage in Wiggensbach folgende Regeln mit auf den Weg:
– Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen
– Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
– Ich beobachte genau und präge mir Täter-Merkmale ein
– Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110
– Ich kümmere mich um Opfer 
– Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung

Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung