Über Uns

Familienhilfe

 

Auf Anregung von Präses Pater Suitbert haben die Kolpingsfamilien Stockum und Werne die Familienhilfe ins Leben gerufen!

Die Familienhilfe funktioniert nach dem Leitgedanken auf

„Treu und glauben“.

 

In jedem Fall wird nur kurz geprüft und rasch entschieden.

 

Weitere wichtige Informationen erhalten sie bei den Vorstandsmitgliedernder Kolpingsfamilie Stockum und Werne!

Bericht:     “Kleine Hilfe – große Wirkung”

 

Die Kolpingsfamilien Werne a.d.Lippe und Stockum starten Familienhilfe auf kleinem Dienstweg 

Wer arm ist, will das nicht gerade an die große Glocke hängen. Das wissen auch die Mitglieder der Kolpingsfamilien Werne und Stockum. Sie starteten gemeinsam das Projekt “Familienhilfe”, mit dem Familien in Not auf schnellem, unbürokratischem Weg geholfen werden kann. Dabei geht es nicht um große Summen, sondern um eine kleine Hilfe, wenn beispielsweise das Geld für die Klassenfahrt fehlt.

Dieser Förderfall lag der Kolpingsfamilie Stockum vor. Eine Klasse der Grundschule in Stockum wollte zu einer Veranstaltung nach Dortmund fahren. Sechs Kinder konnten diese Kosten nicht bezahlen. Hier stellte die Familienhilfe der Kolpingsfamilie das Geld zur Verfügung.

“Auf den Gedanken, Familien mit Kindern zu helfen, hat uns eine Initiative einer Kolpingsfamilie im Emsland gebracht”, erläutert der Präses der beiden Kolpingsfamilien in Werne, Pater Suitbert Telgmann. “Oft sind es die kleinen Hinweise, die deutlich machen, dass in den Familien das Geld fehlt”, so der Präses. Erzieherinnen in den Kindertagesstätten oder Lehrer in den Schulen merken, dass sich Kinder von der Fahrt in den Zoo oder vom Klassenausflug abmelden. Zwar werde oft Krankheit vorgeschoben, aber ein Nachhaken zeige nicht selten, dass schlicht und einfach das Geld fehle.

“In diesen Fällen möchten wir schnell helfen, auch ohne besonders nachzuhaken und damit die Schamgrenze der betroffenen Familien zu verletzen”, erläutert Manfred Liebig von der Kolpingsfamilie Stockum. Dabei soll keine Konkurrenz zu organisierten Hilfen entstehen. “Wir werden uns bei den Beträgen auf 50 bis höchstens 100 Euro beschränken”, so der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Werne a..d..Lippe, Christoph Böckenbrink. Hilfen sind denkbar bei Klassenfahrten, beim Beitrag für den Sportverein, der Büchereigebühr, oder auch Zuschüsse für Schulmaterialien. Tipps, wo Hilfe notwendig ist, könnten Erzieherinnen, Lehrer, umsichtige Bürger oder auch Pfarrer geben. Diskretion wird zugesichert. So wurde der erste Förderfall nach der Veröffentlichung in der örtlichen Presse für die Kolpingsfamilie Werne a.d.Lippe von der SkF Werne (Sozialdienst kath.Frauen) benannt. Eine allein-erziehende Mutter konnte die Zahnspange für ihre Tochter nicht bezahlen .Ihr wurde innerhalb von zwei Tagen mit € 78.00 geholfen.

„Die Beispiele zeigen“, so Franz Heitbaum, der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Stockum, „dass die Fälle von Personen wie Lehrer oder Betreuerinnen, die mit der Situation vertraut sind, benannt werden. Das hilft uns, die echten Notfälle zu fördern.“ Chr.Böckenbrink ergänzt: „Die Mittel fließen dann auch direkt an die Schule oder den Zahntechniker.“

Wer eine finanzielle Hilfe erhält, entscheidet ein kleines Gremium innerhalb von höchstens zwei Tagen. “Wir nennen die Aktion ganz bewusst ‚Kolping-Familienhilfe – auf Treu und Glauben’. Wir werden keine Nachforschungen anstellen”, so der Präses.

Die Kolpingsfamilien rechnen mit 20 Fällen pro Jahr. Dafür wird 1.000 Euro bereitgestellt. Darüber hinaus werden Spenden gerne angenommen, die nach der Veröffentlichung in der örtlichen Presse auch schon geflossen sind.

Die Mittel für diese Aktion entnimmt die Kolpingsfamilie Stockum aus ihren Erlösen der Kleidersammlung. Die Kolpingsfamilie Werne a.d.Lippe hat eine andere Geldquelle gefunden. Seit einigen Jahren betreibt sie im Garten des Kolpinghauses während der Sommermonate ein Familien-café. Diese Idee, die beim Wettbewerb „Ein Ort für Familien“ zum150-jährigen Jubiläum des Diözesan-verbandes Münster mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde, kam Christoph Böckenbrink, weil er sich über die hohen Preise in den Cafés ärgerte. „Bei uns erhält eine Familie für vier Euro zwei Tassen Kaffee, zwei Stückchen Kuchen und für die Kinder je ein Kaltgetränk und eine Waffel“. Da die Kuchen von Mitgliedern gespendet werden, bleibt ein Erlös von rd. € 1.000,00 pro .Jahr über. „Diese Mittel“, so Christoph Böckenbrink, “setzen wir gerne für die Familienhilfe ein..“ Der Präses ergänzt: „ Hier zeigen die Kolpingsfamilien bei heutigen Problemen vor Ort Flagge.“

Josef Meinke