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Kolpingsfamilie

Werne an der Lippe

Portrait Adolf Kolping
Schmuckelement Kurve oben Schmuckelement Kurve oben

KOLPING besichtigt Dachdeckererei

veröffentlicht am

Am vergangenen Freitag hatte die Kolpingsfamilie Werne an der Lippe die Gelegenheit, den Dachdeckerbetrieb Goldmann in Werne zu besuchen. Das Unternehmen blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück und hat sich über die Jahre als traditionsreicher Betrieb in der Dachdeckerei etabliert. Ursprünglich an der Lünener Straße ansässig, befindet sich der Betrieb heute am Stemmenkamp.

Seniorchef Günther Goldmann führte die Gäste durch die Historie des Unternehmens und erläuterte die vielfältigen Leistungen, die im Umkreis von Werne angeboten werden. Zu den Arbeiten rund ums Dach gehören Steildach-, Flachdach- und Falzdach-Deckungen, Klempnerarbeiten, Wärmedämmung sowie Fassadenbau, Flachdachbegrünung und Photovoltaikanlagen.

Eine eigene Drohne wird zur Voruntersuchung von Dächern eingesetzt, um Schäden und Mängel zu erkennen. Die Mitarbeiter arbeiten auch in großer Höhe, wie z.B. für Reparaturarbeiten auf unserer Christophorus Kirche.

Anhand eines Steildachmodells erklärte Günther Goldmann die energetische Wärmedämmung eines Steildachs. Dabei kommt nicht mehr wie früher einfach eine Folie unter die Dachpfannen, sondern es werden schwer entflammbare Steckelemente überlappend unter den Dachpfannen zusammengesteckt, so dass Wasser abfließen kann. Erstaunt waren wir darüber, dass die Schrauben nicht senkrecht eingeschraubt werden, sondern schräg, um höhere Lastaufnahme zu erreichen. Dafür gibt es sogar statische Vorgaben vom Hersteller.

Die aktuelle Ölkrise wirkt sich erheblich auf die Dachdeckerei Goldmann aus. Die Preise für Chemieprodukte wie Dachisolierung, Schweißbahnen und Bitumen sind deutlich gestiegen, was teilweise auch zu Lieferproblemen führt. Viele Angebote können daher nur auf Basis des aktuellen Tagespreises kalkuliert werden.

Juniorchef und Dachdeckermeister Tim Goldmann demonstrierte den Einsatz der neuen elektro-hydraulischen Schneidemaschine sowie der Kantbank. Interessierte Besucher konnten sich selbst darin versuchen, ein Traufenblech zu schneiden und zu falzen. Dieses Blech befindet sich am unteren Ende eines Steildachs und stellt die Verbindung zur Dachrinne her.

Ein Highlight für Mutige war die Fahrt in die Höhe mit der auf einem LKW montierten Hubbühne in über 20m Höhe mit einem großartigen Ausblick über das Wohngebiet Lütkeheide, die Stadt Werne bis hinaus ins Sauerland. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Arbeiten in solcher Höhe besondere Sorgfalt und Arbeitssicherheit erfordern.

Nach der Führung bestand bei einem Kaltgetränk und einer leckeren Bratwurst die Möglichkeit, offene Fragen zu klären. Die Kolpingsfamilie bedankt sich herzlich bei der Familie Goldmann für die freundliche Einladung und die unterhaltsame Betriebsbesichtigung.

Fotos: Jäger/Reinkober