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Verl

Portrait Adolf Kolping
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Ein „echtes Kleinod“

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Festgottesdienst mit Kolping-Bundespräses zum 25. Jahrestag der Weihe der Marienkapelle in Verl

Verl. Auf einer Zeitreise zurück ins Jahr 1994: Dieses Gefühl dürfte manch einer beim Jubiläumsgottesdienst anlässlich des 25. Jahrestages der Weihe der Marienkapelle am Anna-Haus in Verl gehabt haben.

von Andreas Wiedenhaus (Der Dom · Nr. 14 · 7. April 2019 · S. 32)

Josef Holtkotte, heute Kolping-Bundespräses, hatte vor einem Vierteljahrhundert als Vikar am Altar gestanden, Peter Maasmeier, Harald Honerlage, Bernhard Frickenstein und Andreas Echterhoff als Messdiener. Und viele Gottesdienstteilnehmer – nicht zuletzt aus der Kolpingsfamilie Verl – waren auch schon 1994 bei der Weihe dabei.

Zum Jubiläum nach 25 Jahren füllten sie wieder die Kapelle am Verler Altenheim. Der Kolping-Bundespräses war extra aus Köln gekommen. Die weite Anreise an seine erste priesterliche Wirkungsstätte habe er aber gern auf sich genommen, sagte er. Denn, so der Geistliche in seiner Begrüßung, „die Zeit in Verl hat mich für meinen Weg als Seelsorger geprägt“. Schon damals, so Holtkotte, habe ihn die Idee einer Kapelle an diesem Ort fasziniert: „Und heute haben sich dieses Kleinod und die St.-Anna-Kirche harmonisch zusammengefügt!“

Doch ein verklärender Rückblick auf die „gute alte Zeit“ vor einem Vierteljahrhundert wurde der Festgottesdienst nicht. Das wurde spätestens bei der Predigt des Kolping-Bundespräses deutlich. Ausgehend vom Wort Kolpings „… ohne Gott kein Friede und kein Glück“ blickte er auf die aktuelle Situation der Kirche und stellte die Frage, ob ein moderner Mensch vielleicht „knapp am Glauben vorbei lebe“. Ob Gott vielleicht heute weniger Bedeutung habe, weil er und der Glaube wie „von gestern“ erschienen? Ein aufgeklärter und für die Welt offener Glaube, so Josef Holtkotte, sei einladend und den Menschen zugewandt: „Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die wir dazu in Angriff nehmen können, mitten in der Kirche, in der Gesellschaft, in ökumenischer Gesinnung, einheitsstiftend für die Welt, die Nöte der Zeit erkennend.“

STICHWORT
Marienkapelle

Der damalige Verler Pfarrer Hermann-Josef Hölscher hatte die Initiative zum Bau der Kapelle ins Leben gerufen. Die ursprüngliche Idee war, sie nach Adolph Kolping zu benennen. Die Verler Katholiken entschieden sich aber für den Namen „Marienkapelle“. Die Verbindung zu Adolph Kolping und zur Kolpingsfamilie ist trotzdem sehr eng: So befindet sich im Altar eine Reliquie Kolpings. Diese wurde Ende Februar 1994 von einer Verler Abordnung in der Kölner Minoritenkirche in Empfang genommen. Die Weihe der Kapelle am 19. März nahm der damalige Paderborner Weihbischof und heutige Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode vor. Heute werden in der Kapelle regelmäßig Gottesdienste mit den Bewohnern des Seniorenheimes gefeiert. Diese werden aber auch von vielen anderen Gemeindemitgliedern besucht.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift „Der Dom“

© 2019 · Der Dom · Kirchenzeitung des Erzbistums Paderborn
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Josef Frickenstein

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