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Spich

Portrait Adolf Kolping
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Volles Bürgerhaus bei Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl

veröffentlicht am

Das Bürgerhaus Spich war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Ortsring Spich und die Kolpingsfamilie Spich zur Podiumsdiskussion im Vorfeld der Kommunalwahl eingeladen hatten. Rund 250 bis 300 Bürgerinnen und Bürger besuchten die schon traditionelle politische Veranstaltung am Montagabend, die von ehrenamtlichen Helfern und bei freiem Eintritt organisiert wurde. Wer keinen Platz mehr im Saal bekam oder anderweitig verhindert war, konnte die Diskussion zusätzlich über einen Live-Stream auf YouTube verfolgen.

Alle fünf Bürgermeisterkandidaten der Stadt Troisdorf stellten sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Moderiert wurde die Veranstaltung von Rainer Frömel (Ortsring Spich) und Manfred Jüngst (Kolpingsfamilie Spich).

Nach einer Einführung in die Regeln und der Betonung der Neutralität der Veranstalter standen vor allem kommunalpolitische Themen im Mittelpunkt. Die Fragen waren zuvor von Bürgern eingereicht worden. Drei Schwerpunkte kristallisierten sich heraus:

  1. Fahrradmobilität in Spich
    Diskutiert wurde über mehr Verkehrssicherheit auf der B8 zwischen Edeka und Brückenstraße, an der Bahnunterführung Niederkasseler Straße sowie an der Einmündung Kochenholzstraße. Als mögliche Maßnahmen nannten die Kandidaten Fahrradschutzstreifen, Piktogramme und Umwege über Nebenstraßen. Über die Umsetzbarkeit und die Kosten für mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer herrschten jedoch unterschiedliche Auffassungen.
  2. Entlastung der Ortsdurchfahrt (B8)
    Ein immer wiederkehrendes Dauerthema: Spich, besonders die Hauptstraße B8, ist verkehrsmäßig extrem belastet. Neben dem „Ziel- und Quellenverkehr“ wird die Straße auch gerne als Ausweichroute der zeitweise stark überlasteten Autobahn gewählt.
    Ob Umgehungsstraße, Verbreiterung der B8 durch Rückbau (Abriss) bestehender Gebäude, eine Erweiterung der Deponiestraße oder der Ausbau der Bonner Straße/Heuserweg mit Anbindung an die geplante Rheinspange – die Kandidaten zeigten sehr unterschiedliche Ansätze, die stark von Kosten-, Umwelt- und Realisierungsfragen geprägt waren. Auch die problematische Verkehrssituation am berüchtigten Kreisverkehr mit der Autobahnauffahrt und die Ampelschaltung wurden thematisiert.
  3. Nachhaltigkeitskonzepte und Stadtentwicklung
    Die Bandbreite der Ideen reichte von Begrünung der Innenstadt, Carsharing- und Velosharing-Angeboten und Barrierefreiheit über Energieversorgung und Wärmeplanung bis hin zur Aufwertung und Neunutzung der Fußgängerzone im Stadtzentrum. Vorgeschlagen wurden etwa Wasserspender oder Nieselregenduschen, um im Sommer für Aufenthaltsqualität zu sorgen.

Im Anschluss konnten Bürgerinnen und Bürger weitere Fragen stellen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit kamen leider nur vier Themen zur Sprache. Die Antworten der Kandidaten waren hier zeitlich begrenzt:

  • Anzahl der Plakatwerbung für Vereinsveranstaltungen auf öffentlichen Flächen nach Stadtteilgröße zu genehmigen
  • Sportentwicklung und Sanierung der Sportstätten, insbesondere auf den Spicher Höhen
  • Förderung und Wertschätzung des Ehrenamts
  • Zukunft des Bürgerhauses Spich

Beim letzten Punkt sprach sich die Mehrheit der Kandidaten klar für den Erhalt und die Sanierung des bestehenden Bürgerhauses aus. Ein Abriss oder Ersatzneubau sei nicht nötig, da das Haus zwar modernisiert, aber nicht energetisch wie ein Wohngebäude saniert werden müsse. Zudem habe es als Begegnungsstätte der AWO, Vereinsheim und Veranstaltungsort einen hohen Stellenwert im Stadtteil. Es liegt zentral und ist zu Fuß für die Bürgerinnen und Bürger gut erreichbar. Ebenso werden städtische Gelder für nötige Erneuerungen zur Verfügung gestellt. Den Wunsch, das Bürgerhaus auch weiter so nutzen zu können, bekundeten die Anwesenden mit großem Beifall.

Abschluss mit Sofortmaßnahmen
Zum Abschluss präsentierten die Kandidaten ihre Sofortmaßnahmen für den Fall einer Wahl. Damit endete eine lebhafte Diskussion, die nicht nur im Saal, sondern auch online hohe Aufmerksamkeit fand. Die gesamte Veranstaltung ist weiterhin auf YouTube abrufbar.