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Unser Coronajahr 2020/2021

veröffentlicht am

(ein Beitrag von Elisabeth Heldt)

Hallo, liebe Kolpingfreunde,

langsam sind wir Leitungsteamer “aus tiefem Winterschlaf erwacht”. beginnen uns zu regen und wären zu neuen Taten bereit, wenn es denn ginge…

Gerne hätten wir Euch ein neues Programm angeboten, aber die Coronasituation macht das Planen derzeit unmöglich – leider…

Seit Mitte Dezember waren wieder fast alle Geschäfte, Hotels und Restaurants geschlossen; Lockdown Nr. 2 war die harte Realität, mit all seinen Einschränkungen.

Beliebte Rituale in der Vorweihnachtszeit, wie z.B. der Besuch eines Weihnachtsmarktes, entfielen – eine Tradition, die einfach zur Adventszeit dazugehört…

Wir blieben also brav zu Hause, genossen unser gemütliches Heim, die vertraute Umgebung, den familiären Rahmen. Es wurde gemeinsam gespielt, gepuzzelt, gebacken und gekocht. Dabei wurden sogar gelegentlich – mit mehr oder weniger Erfolg – neue Rezepte ausprobiert.

Mahlzeiten wurden regelmäßg eingenommen; man kochte reichhaltig und nahrhaft und sparte auch nicht an “guter Butter”…

Das üppige Weihnachtsmenü war auch nicht gerade kalorienarm – kurzum, wir legten fast alle gewichtsmäßig etwas zu. “Hüftgold” setzte sich fest und machte sich sichtbar bemerkbar.

Wir veränderten auch sonst unser Aussehen, trugen die Haare lang – Frauen wie Männer; “Coronamatte” hieß die angesagte Standardfrisur, die nun bald viele Häupter zierte.

Zusätzlich musste die Wahl für eine passende Maske getroffen werden. Zwei verschiedene Modellvarianten waren nun gesetzlich vorgeschrieben. Eine davon bezeichne ich persönlich als das “Modell Maulwurf”. Nicht gerade kleidsam, aber wirkungsvoll.

Für die Festtage mussten wir uns entscheiden, wer sich wann und wo mit wem treffen kann und darf – immer mit Blick auf die zulässige Personenzahl. Gern hätten wir natürlich alle unsere Lieben um uns gehabt – es sollte nun aber nicht sein.

Besuche in Seniorenheimen und Krankenhäusern waren lange Zeit kaum möglich. Diese Tatsache bedeutete für alle Betroffenen wochenlange Einsamkeit, Isolation und Verlustängste. Eine traurige, schwierige Situation…

Nächstenliebe, Verständnis, Einsicht, aber auch Zuversicht waren in dieser Zeit lebenswichtig.

Wohlgenährt erlebten wir den Jahreswechsel meistens daheim in kleinem Kreis, erfreuten uns am guten Essen und dem Fernsehprogramm, angefangen mit “Dinner for One” und dem “Silvesterpunsch” der Familie Tetzlaff.

Das mitternächtliche kleine Feuerwerk war sehenswert, ein Highlight des Silvesterabends…

In der Coronazeit lernten wir auch einige neue Begriffe kennen: Das Wort “Inzidenzwert” war bald gebräuchlich, hörten wir es doch mehrmals täglich in den Medien.

Mit  den “AHA-Regeln” waren wir schnell vertraut.

Wir wissen inzwischen, dass

  • mit “RKI” nicht das Rote Kreuz Isingerode gemeint ist…
  • “AstraZeneca” keine neue Biersorte der Astra Brauerei ist…
  • die Firma “BIO”ntech keine vegane Wurstsorte herstellt…

Hoffnung und Erleichterung kam auf, als es den Wissenschaftlern gelang, einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus zu erfinden. Eine große Anzahl an Impfzentren entstand. Der Impfstart und die vorherigen Terminvergaben klappten nicht sofort, aber alles braucht halt seine Zeit, Geduld, Verständnis und Improvisionstalent.

Nach den Wetterkapriolen im Februar (erst die Wärme – dann die Schneehaufen) erfreuen wir uns nun an der erwachenden Natur, an den vielen schönen Krokussen, die unseren Ort an etlichen Stellen verschönern.

Das Osterfest naht; wie wir es erleben und feiern, wissen wir noch nicht – lassen wir uns überraschen!

Zum Schluss wünsche ich Euch nun eine angenehme Osterzeit und schöne Festtage,

bleibt gesund und munter und blickt trotz Corona zuversichtlich in die Zukunft”!

Es grüßt Euch

Eure Kolpingschwester Eli