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Kolpingsfamilie

Schirgiswalde

Portrait Adolf Kolping
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Patronatsfest 2026

veröffentlicht am

Patronatsfest der Kolpingsfamilie Schirgiswalde und ein
Vortrag zur Kirche in Wehrsdorf

Die Kolpingsfamilie begeht traditionell Anfang Mai ihr Patronatsfest zu Ehren des heiligen
Josef. Der heilige Josef gilt als Schutzpatron der Arbeiter, Handwerker und Familien und
besitzt deshalb für die Kolpingsfamilien eine besondere Bedeutung. Er steht für Glauben,
Verantwortung, Bescheidenheit und den Zusammenhalt in Familie und Gemeinschaft.
Am Vormittag feierte die Kolpingsfamilie ihr Patronatsfest. Begonnen wurde um 8 Uhr mit
einem gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche in Schirgiswalde. Im Anschluss kam die
Gemeinschaft zu einer gemeinsamen Agape zusammen, bei der das Beisammensein und der
Austausch gepflegt wurden.
Im weiteren Verlauf des Tages hielt Steffen Brauner einen geschichtsträchtigen und
interessanten Vortrag zur evangelischen Kirche in Wehrsdorf sowie zur Entwicklung der
Region.
Dabei wurde deutlich, dass die Geschichte Wehrsdorfs weit zurückreicht. Bereits um 1085
wurde das Gebiet urbar gemacht. Um 1250 entstand die erste Ansiedlung Wehrsdorf,
vermutlich von Hainspach in Böhmen aus. Der historische Kirchsteig erinnert noch heute an
die damaligen Wege zum Gottesdienst.
Der Wunsch nach einer eigenen Kirche bestand bereits früh:
• 1664 erste Planungen
• 1710 Wiederaufnahme der Vorhaben
• 1725 Grundsteinlegung der Kirche
• bereits 1723 Bau einer Schule
Auch die weitere Entwicklung der Kirche wurde erläutert:
• frühe Orgel ab 1726
• Glocken ab 1730, große Glocke 1823
• böhmischer Barockstil
• heutige Eule-Orgel von 1894
Besonders hervorgehoben wurde die starke Beteiligung der Gemeinde. Entscheidungen
wurden teilweise per Abstimmung getroffen. Für den Turmbau bildete sich ein eigenes
Komitee. Als Vorbild diente die Dreikönigskirche in Dresden. Die Umsetzung erfolgte durch
Kirchenarchitekt August Schramm.
Herr Brauner zog während seines Vortrages immer wieder Parallelen zur Kirche in
Schirgiswalde, zum Einfluss des Domkapitels sowie zur geschichtlichen Entwicklung der
Oberlausitz bis nach Šluknov und in die angrenzenden Orte.
Abschließend gilt Herrn Brauner ein herzlicher Dank für seine Bemühungen und sein großes
Engagement, mit dem er den Vortrag lebendig und anschaulich gestaltet hat.
Thomas Jüngling