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Kolpingsfamilie

Schirgiswalde

Portrait Adolf Kolping
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Bildungswochenende 2025

veröffentlicht am

Vom 4. bis 6. April 2025 trafen sich 23 Mitglieder der Kolpingsfamilie Schirgiswalde im Kloster
Marienthal zu einem intensiven und bereichernden Bildungswochenende.
Nach dem Bezug der Zimmer in der wunderschönen Klosteranlage begann das Wochenende mit
einem reichhaltigen Abendessen. Im Anschluss kamen die Teilnehmenden im Tagungsraum
zusammen, um sich über aktuelle Themen der Kolpingsfamilie auszutauschen und neue Ideen für die
zukünftige Arbeit zu sammeln. Der Abend klang in geselliger Runde bei persönlichen Gesprächen aus.
Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen der Bildung: Herr Dr. Mathias Piwko hielt einen
spannenden Vortrag zum Thema Kolonialismus. Er erläuterte die unterschiedlichen Epochen und
Ausprägungen des Kolonialismus und widmete sich besonders dem deutschen Kolonialismus und
dessen Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit. Auch der Zusammenhang zwischen Mission und
Kolonialismus wurde thematisiert. Der umfassende Vortrag eröffnete viele neue Perspektiven und
regte zum Nachdenken an.
Nach dem Mittagessen und einer kurzen Erholungspause folgte ein weiterer Vortrag: Herr Georg
Salditt berichtete über die Friedensfeste in Ostritz. Er schilderte die Entstehung dieser
beeindruckenden Initiative als Reaktion auf ein geplantes Treffen rechtsextremer Gruppen im Jahr
2018. Mit viel Engagement organisierte ein Team ein Fest für Toleranz und Frieden, das über Jahre
hinweg ein starkes Zeichen setzte – insgesamt fanden zehn Friedensfeste statt. Die Initiative fand
auch überregionale und internationale Beachtung. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde
lebhaft über gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Beitrag jedes Einzelnen zur Demokratie
diskutiert.
Am Abend sorgte ein gemeinsamer Spieleabend für heitere Stimmung und viel Freude.
Am Sonntag nahmen die Teilnehmenden nach dem Frühstück an der Heiligen Messe in der
Klosterkirche teil. Nach dem Mittagessen führte Schwester Magdalena durch den öffentlichen Teil des
Klosters. Mit großer Leidenschaft erzählte sie von der über 800-jährigen Geschichte des Hauses und
zeigte den Gästen kulturhistorische, architektonische und künstlerische Besonderheiten. Auch
bewegte Kapitel wie das Hochwasser von 2010 fanden Erwähnung.
Bei Kaffee und Kuchen klang das Wochenende in dankbarer und zufriedener Stimmung aus. Die
hervorragende Rundumverpflegung und die vielen wertvollen Impulse machten das
Bildungswochenende zu einem vollen Erfolg.