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Kolpingsfamilie

Schierling

Portrait Adolf Kolping
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40 Jahre Kolping-Familienkreis

veröffentlicht am

Der Familienkreis der Kolpingsfamilie Schierling besteht seit 40 Jahren.

In der 86-jährigen Geschichte der Kolpingsfamilie ist er damit diejenige Gruppe, die es am längsten gibt. Und es zeichnet sich kein Ende ab, denn bei der Jubiläumsfeier im Pfarrheim gings hoch her. Derzeit wird die Gruppe von Maria Weigl mit Unterstützung von Sepp Reichinger geleitet. Bei der Feier wurden auch alle anderen bisherigen Leiter geehrt, nämlich Xaver und Gisela Schinhanl, die 19 Jahre die Leitung hatten, Franz und Anne Sedlmeier 5 Jahre sowie Otto und Elisabeth Urbaniak 9 Jahre. Der Dankgottesdienst wurde zusammen mit Präses Pfarrer Josef Helm sowie Ehrenpräses Pfarrer i.R. Hans Bock gefeiert.

Wenn eine Gruppe 40 Jahre zusammenhält und sogar zur Jubiläumsfeier vollzählig erscheint, dann muss da ein besonderer Kitt vorhanden sein. Beim Schierlinger Kolping-Familienkreis mit seinen 14 Familien – mit 34 Kindern und derzeit 37 Enkelkindern – sind es die christliche Grundeinstellung im Geiste Adolph Kolpings und die vielen Erlebnisse bei Bildungs- und Freizeitveranstaltungen im Laufe der Jahrzehnte, die zusammengeschweißt haben.
„Wer gut sein und werden will, der muss weit denken“, sagte Präses Pfarrer Helm beim Gedenkgottesdienst für die drei verstorbenen Mitglieder des Familienkreises Gudrun Lamby, Franz Sedlmeier und Lisl Stober. Der Pfarrer erinnerte daran, dass Jesus nichts unternommen hat um zu garantieren, dass das von ihm Angestoßene Bestand hat. „Er hinterließ kein Testament und keine Monumente, hat nicht versucht sich zu verewigen oder sich am Leben festzukrallen, sondern er hinterließ den Traum der Macht Gottes und der Liebe“, so der Pfarrer.
Familienkreisleiterin Maria Weigl dankte den beiden Präsides sowie dem verstorbenen Pfarrer Josef Scheuerer für die Begleitung und Unterstützung während der vier Jahrzehnte. Sie stellte fest, dass im Jahre 1973 die Gemeinschaft gegründet wurde zum Nutzen der Familien selbst, der pfarrlichen Gemeinschaft und für das Volk, wie es in der Einladung zur Gründungsversammlung im damaligen Gasthaus Gaillinger hieß. 1975 schloss man sich der Kolpingsfamilie an. Weigl zählte viele Bildungsveranstaltungen auf und sie erinnerte daran, dass der Kreis um den Altar bei den Taufen immer größer wurde, denn es war damals üblich gewesen, dass sich die Familienkreis-Familien dazu gegenseitig besuchten. Zentrum der gesamten Arbeit waren die Familienbildungswochenenden in Lambach, die seit 1977 bis heute stattfinden.
Kolping-Vorsitzender Martin Ehemann fand es klasse, dass das Zitat Kolpings „Anfangen ist das Schwerste, treu bleiben das Beste“ auf jedem Platz im Pfarrheim lag. „Das trifft auf euch genau zu!“, so Ehemann. Zusammenhalten und Zusammenhelfen sei der Grund für den Erfolg sowie Mut und Begeisterung für die Zukunft. Symbolisch überreichte er zum Dank für die Treue an Maria Weigl einen Blumenstrauß. Sein Stellvertreter Markus Schinhanl bekannte, dass er schon im Alter von zwei Monaten erstmals in Lambach dabei war. „Der Familienkreis war damals der Kern Kolpings“, so Schinhanl, der schon damals „mit Kolping geimpft“ worden sei.
Anne Sedlmeier hatte ein Gedicht vorbereitet, mit dem sie zurückblickte, und bei dem die Mitglieder den Part eines Chores hatten. Außerdem gab es als besondere Überraschung einen Schönheitskurs für alle aktiven und ehemaligen Familienkreisleiter mit einer Anleitung, wie sie weiterhin gemeinsam fit und schön bleiben können. Anne Sedlmeier sowie Lisa und Otto Urbaniak hatten das vorbereitet. Dieses Spiel war ein Riesenspaß und ein Hinweis darauf, wie viel Freude die Gruppe während der vier Jahrzehnte ihres Bestehens hatte.
Schließlich war vor einigen Monaten ein Film aufgetaucht vom 50-jährigen Gründungsfest der Kolpingsfamilie im Jahre 1977. „Das ist eine Sensation“, freute sich Fritz Wallner, der damals als stellvertretender Senior wesentlich an der Programmgestaltung beteiligt war. Zusammen mit dem Pfarrgemeinderat hat damals Kolping und der Familienkreis das erste Pfarrfest organisiert. Für alle Mitglieder gab es eine Chronik mit Fotos und Dokumenten von den wesentlichen Stationen des 40-jährigen Bestehens. Das Festmahl hatte der Bomer-Wirt aus Inkofen ins Pfarrheim geliefert.

Bericht und Fotos: Fritz Wallner