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Partnerschaft Kolumbien

Das Sozialz

entrum Kolping in Usme (CDCKU)
Die Kinder, die das Kolping-Sozialzentrum CDCKU (Centro de Desarrollo Comunitario Kolping Usme) oder auch Los Comuneros genannt besuchen, kommen aus sehr armen Familien. Der Stadtteil Usme im Süden von Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, wo das Zentrum liegt, ist ein Armenviertel, in dem viele zugewanderte und im 50-jährigen Bürgerkrieg vertriebene Familien leben.
Die Familien vieler Kinder, die im Zentrum betreut werden, sind vor Jahren vor dem Bürgerkrieg in die Stadt geflohen. Ihr Leben wird bestimmt von der täglichen Sorge, Arbeit und genug zu essen zu haben. Für die Kinder ist diese Situation besonders schwierig. Deshalb ist die Arbeit der Kolpingzentren so wichtig.
Die Kinder erhalten im Sozialzentrum Vorschul- und Nachhilfeunterricht und werden bei den Hausaufgaben betreut. In der angeschlossenen Bibliothek gibt es so viele Bücher, dass die Kinder ausreichend Lesefutter und Nachschlagemöglichkeiten haben. Zur Mittagszeit werden die Kinder mit einem gesunden Essen versorgt, welches sich an den Ernährungsempfehlungen der Stadt Bogotá orientiert.
Über zwei Programme werden im Zentrum täglich ca. 120 Kinder begünstigt.
Jeweils ca. 60 über die Schulspeisung und ca. 60 über die Nachhilfe und

Hausaufgabenbetreuung. Einige der Kinder bei der Hausaufgabenbetreuung begleiten auch ihre älteren Geschwister nur, da sie selbst noch nicht in die Schule gehen. Zusätzlich wird auch noch spielerisch gestalteter Englischunterricht angeboten.
Der Unterricht hat auch dazu geführt, dass weniger Kinder die Schule  frühzeitig abbrechen und auch Klassen wiederholen müssen. Hinzu kommt natürlich, dass die Kinder von der Straße geholt werden, da in Usme die Gewaltraten und der Drogenmissbrauch besonders hoch sind. Als sinnvolle Freizeitbeschäftigung werden auch Bastelstunden, Musikunterricht, Theatergruppe, Computerunterricht etc. angeboten.

Zu den Kosten pro Kind pro Mahlzeit am Tag 1 Euro, die Familien der Kinder selbst zahlen einen symbolischen Beitrag von umgerechnet 4 Cent (25 Euro im Monat, 275Euro im Jahr pro Kind). Hinzu kommen natürlich noch Kosten für pädagogisches Material, Snacks und Ausflüge. Diese Kosten werden möglichst aus Spenden vom Diözesanverband Köln gedeckt. Da dies nicht ausreicht, gibt es auch ein Patenschaftsprogramm in Kolumbien, durch das besser gestellte Kolumbianer das Programm unterstützen.
Eine fünffache Mutter aus Usme am Rande von Bogotá sagt dazu, dass zwei ihrer Kinder im Kolpingzentrum betreut und gefördert werden und dort auch eine tägliche warme Mahlzeit bekommen, ist für sie ein Geschenk des Schicksals. „Ich bin so dankbar, dass meine Kinder hier etwas lernen können, dass sie zu essen bekommen und gefördert werden. Dadurch haben sie die Chance auf eine bessere Zukunft.“

Die Kinder finden hier die notwendige Förderung, die sie brauchen. Viele von ihnen haben Gewalt erlebt, sehnen sich nach Geborgenheit und Zuwendung. Sie bekommen Unterstützung bei den Hausaufgaben, um einen guten Schulabschluss zu erreichen. In Bastelkursen werden unterschiedliche Fertigkeiten vermittelt, durch Musikunterricht ihre musischen Talente gefördert. Auch Gewaltprävention und die Verarbeitung von Traumata sind Teil der Arbeit mit den Kindern.
Viele der Kinder sind durch die Gewalt in den Armenvierteln traumatisiert und erhalten deshalb psychologische Betreuung. Dieses Angebot wird auch von den Müttern stark nachgefragt. Denn die Frauen fühlen sich oft einfach allein gelassen: Viele der Frauen wurden von den Vätern der Kinder verlassen und sind alleinerziehend. Aber auch das Thema häusliche Gewalt wird im Sozialzentrum behandelt, da viele Kinder in einem Umfeld von Gewalt aufwachsen. Das Sozialzentrum bietet auch Aus- und Fortbildungsprogramm für Jugendliche und Erwachsene an. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage von Kolping Kolumbien.
Simone Lehmann, Projektreferentin Lateinamerika, 25.02.2014
Spendenabteilung: Telefon 0221/77880-37/-38/-39 Fax: 0221/77880-10
E-Mail: sek-spenden@kolping.net, Internet: www.kolping.net

Ansprechperson

Nikolaus Bönsch

Kolpingsfamilie-Porz@web.de

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