Feiertage kurz und bündig erklärt.

Aschermittwoch

Der 7. Mittwoch vor Ostern.

Das Besondere an diesem Tag ist der Beginn der großen 40 tägigen Fastenzeit im Christentum. Die Fastenzeit soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte (Mt 4,2 EU), und auf Ostern vorbereiten, dem höchsten christlichen Fest, an die Auferstehung Christi.

Die Asche ist ein Symbol für die Vergänglichkeit sowie für die Buße und Reue, zudem fand die Asche auch Verwendung als Reinigungsmittel und ist deshalb ein Symbol für die Reinigung der Seele. Mit dem Empfang des Aschenkreuzes soll der Mensch zur Umkehr aufgerufen werden. Das Aschenkreuz wird entweder in Form eines Kreuzes auf das Haupt gestreut oder auf die Stirn gezeichnet. Traditionell spricht der Priester zur Austeilung des Aschenkreuzes dabei: »Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst« (vgl. Gen 3,19).


Der Palmsonntag

Trägt den Anfang und das Ende in sich.

Mit dem letzten Sonntag vor Ostern, dem sogenannten Palmsonntag, beginnt die Karwoche. An diesem Sonntag wird dem Einzug Jesus auf einem Esel in Jerusalem, der gleichzeitig der Beginn seines Leidensweges ist, gedacht. Außerdem wird an diesem Tag auch das Evangelium der Passion Christi verkündet. Die Passionsgeschichte wird von drei Personen in verteilten Rollen vorgetragen.

1. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt

Adolph Kolping sagt: „Bei Leuten, die uns gefallen, wollen wir in der Regel die Fehler nicht sehen, und bei Leuten, die uns missfallen, sind wir gern blind für ihr Gutes.“

 

2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

Adolph Kolping sagt: „Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte.“

 

3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

Adolph Kolping sagt: „Es gibt einmal auf der ganzen Welt kein Band so stark als das Band des Herzens.“

 

4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter

Adolph Kolping sagt: „Die Familie ist das Erste, was der Mensch vorfindet im Leben, und das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, und das Kostbarste im Leben, was er besitzt.“

 

5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

Adolph Kolping sagt: „Die Liebe beweist sich als ein geheimnisvolles, wohltätiges Leben und Wirken, weil es Leben und Tat ist, mit Worten nicht viel zu tun hat.“

 

6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

Adolph Kolping sagt: „Tätige Liebe heilt alle Wunden, bloße Worte mehren nur den Schmerz!“

 

7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Adolph Kolping sagt: „Wer sich an Gott hält, den lässt er niemals fallen, und wenn Gott hilft, geschieht das Gute trotz den Menschen.“

 

8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen

Adolph Kolping sagt: „Was hilft das Klagen, was hilft das Seufzen bei dem Übel, wenn nicht Hand angelegt wird, es zu verhüten?“

 

9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

Adolph Kolping sagt: „Das Christentum ist für den ganzen Menschen in allen seinen Lebensbeziehungen da, soll ihn vom Bösen erlösen und in allem Guten unterrichten und stark machen.“

 

10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt

Adolph Kolping sagt: „Gelten, herrschen und dominieren wollen um jeden Preis und mit allen Mitteln, ist eines der verbreitetsten sozialen Laster, welches ein ganzes Gefolge anderer Übel hinter sich herzieht.“

 

11. Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt

Adolph Kolping sagt: „Es rächt sich im Leben des Menschen und ihm Leben des Volkes kaum etwas so schrecklich und nachhaltig als das Verschmähen der Wahrheit.“

 

12. Station: Jesus stirbt am Kreuz

Adolph Kolping sagt: „Ist Gottes Wort und Werk tatsächlich und unfehlbar da, dann steht es allerdings in der Freiheit des Menschen, ob er an Gott und seinem Wort und Werk teilhaben will oder nicht.“

 

13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen

Adolph Kolping sagt: „Gottes Willen ist der beste auch für uns, wenn uns bei seinen heiligen Anordnungen auch bisweilen das Herz wehtut.“

 

14. Station: Jesus wird ins Grab gelegt

Adolph Kolping sagt: „So weit Gottes Arm reicht, ist der Mensch nie ganz fremd und verlassen. Und Gottes Arm reicht weiter, als Menschen denken können!“

 

Die Originalen Kreuzwegdarstellungen können Sie in der Pfarrkirche St. Andreas im Parsberg in Augenschein nehmen. http://pfarrgemeinde-parsberg.de

Da echte Palmzweige in Mitteleuropa nur schwer zu bekommen sind, werden für die Palmweihe meist andere grüne Zweige verwendet. Vor der Messe segnet der Zelebrant (Priester, der die Messe zelebriert) die mitgebrachten Palmzweige und besprengt sie mit Weihwasser.

Nach der Messe werden die geweihten Zweige mit nach Hause genommen. Bevor sie zum Schutz vor Unheil und Krankheit hinter ein Kruzifix oder ein Heiligenbild gesteckt werden dürfen, müssen zuerst die Zweige aus dem letzten Jahr verbrannt werden. Die Zweige, die in der Kirche verbleiben, werden im darauffolgenden Jahr verbrannt und mit ihrer Asche das Aschenkreuz an Aschermittwoch gespendet.


Gründonnerstag

Häufig genannt, jedoch nicht belegt.

Ist die Herleitung von den mittelhochdeutsche Wörtern »gronan« oder »grînan«, was so viel bedeutet wie »weinen, wehklagen«.

Gründonnerstag auch Hoher Donnerstag, heiliger Donnerstag, weißer Donnerstag oder Palmdonnerstag haben im christlichen Glauben einen zentralen Stellenwert. Das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern war gleichzeitig der Beginn eines neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen mit Jesus als Mittler. Am Abend beginnt das so genannte »Triduum Sacrum«, also die Zeit der heiligen drei Tage (österlichen drei Tagen) bis zur Vesper des Ostersonntags.

In vielen katholischen Gemeinden gehört auch der Ritus der Fußwaschung nach dem Vorbild Jesu und als Symbol für die tätige Nächstenliebe werden meist zwölf Personen von Priestern, Bischöfen und vom Papst die Füße gewaschen.

Die Ratschen ersetzt von der Gründonnerstagsmesse bis zur Osternacht das Geläut der Altarglocken und wird von den Ministranten mit Holzinstrumenten vollzogen.

Nach dem Gottesdienst verhüllt der Pfarrer die Kreuze mit violetten Tüchern. Damit zeigt die Gemeinde ihre Trauer darüber, dass Jesus am Kreuz gestorben ist. Violett: Farbe der Besinnung, der Umkehr und der Buße.


Karfreitag

Ist der einzige Tag im Kirchenjahr, an welchem keine Hostien konsekriert (weihen, heiligen) werden.

Karfreitag ist einer der wichtigsten Feiertage der katholischen und der evangelischen Kirche. Es wird dem Leiden und Sterben Jesus am Kreuz, mit dem er freiwillig die Sünden der Welt auf sich genommen hat, gedacht. Der Name Karfreitag leitet sich vom althochdeutschen »chara« bzw. »kara« ab, was »Trauer« und »Wehklage« bedeutet. Der Karfreitag gehört zu den heiligen drei Tagen und gilt als der Höhepunkt der Fastenzeit.

Der Gottesdienst findet meist um 15 Uhr, zur überlieferten Todesstunde Jesu, und auf keinen Fall später als 18 Uhr statt. An diesem Tag wird keine Heilige Messe gefeiert sondern nur ein Wortgottesdienst, die liturgische Farbe ist Rot. (“Liturgie” bezeichnet die Ordnung und Gesamtheit der religiösen Zeremonien und Riten des Gottesdienst.) Es symbolisiert das vergossene Blut Jesu am Kreuz und seinen Tod. Bei diesem schlichten Gottesdienst ist die Kirche völlig schmucklos, auf dem Altar stehen weder Kerzen noch Blumen, das ewige Licht ist erloschen und bis zur Osternacht bleiben Orgel und Glocken stumm.

Als Höhepunkt der Wort-Gottes-Feier wird in verteilten Rollen die Leidensgeschichte Jesu aus dem Johannesevangelium vorgelesen. Bei der Kreuzverehrung wird das verhüllte Kreuz enthüllt und den Gläubigen gezeigt. Dann verehren die Gottesdienstbesucher mit Kniebeuge und Kuss das Kreuz.


Ostern

Fest der Auferstehung Jesu Christi.

Das Wort “Ostern” kommt in der christlichen Lehre von dem Wort “Osten”. Die Blicke der Frauen, die zuerst am leeren Grabe Jesu standen, richteten sich nach Osten zum Sonnenaufgang, da sie glaubten, dass Jesu von dort auf die Erde zurück kommt. Deswegen sind die Kirchen nach Osten ausgerichtet gebaut worden, in manchen fällt das Licht der aufgehenden Ost-Sonne durch ein besonderes Fenster auf den Altar. Nach altem Brauch fällt Ostern immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond; nach gregorianischem Kalender frühestens der 22. März und spätestens der 25. April.

Christen auf der ganzen Welt feiern an Ostern die Auferstehung Jesu von den Toten. Das zentrale Motiv und Fundament des christlichen Glaubens macht das Osterfest daher auch zum wichtigsten Hochfest der christlichen Kirche. Denn die Auferstehung und der Sieg über den Tod spenden den Christen Hoffnung auf das ewige Leben. So wird Ostern auch als das Fest der Hoffnung bezeichnet und verstanden.

Das Ei symbolisiert in vielen Kulturen Fruchtbarkeit und neues Leben. Schon bei den Urchristen bedeutete das Ei die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag, die zerbrochene Eierschale wurde als Grab gedeutet. Vermutlich geht die Tradition des Ostereier Verschenkens auf einen alten Brauch – der Abgabe von Zins- und Antlaßeiern – im Mittelalter zurück. Die Farbe der Eier spielten früher eine besondere Rolle: Die Eier wurden rot gefärbt, um an das Leiden von Jesu Christi zu erinnern, der sein Blut für die Erlösung der Menschheit vergossen hat.


Erstkommunion 

Das erste Mal die konsekrierte Hostie.

Am Weißen Sonntag nach Ostern (Der Name »Weißer Sonntag« leitet sich von den weißen Gewändern (als Sinnbild der Reinigung durch das Taufwasser) ab, erhalten die Kinder (Meist im Alter von 9 Jahren) zum ersten Mal die heilige Kommunion (Leib und Blut Christi in der Gestalt von Brot und Wein).

Die Erstkommunion (auch als erste heilige Kommunion, Kinderkommunion oder nur als Kommunion bekannt) gehört neben Taufe und Firmung zu den Einführungssakramenten (Initiationssakramenten). Zuvor erhalten die Kinder eine theoretische und praktische Einführung in den christlichen Glauben. Sie stellt einen wichtigen Schritt des Hineinwachsens in die Kirche dar.


Christi Himmelfahrt

Viel mehr als nur ein Vatertag.

Aus dem Hochfest Christi Himmelfahrt ist in Deutschland der “Vatertag” geworden. Ein freier Tag zu “Ehren der Männer”, den eigentlichen Grund für Christi Himmelfahrt kennen nur die wenigsten. Als »Erhöhung Christi« feiern jedes Jahr die Christen die Rückkehr von Jesus Christus als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Dabei wird das Hochfest Christi Himmelfahrt alljährlich 39 Tage nach dem Ostersonntag begangen. Der Termin von Christi Himmelfahrt richtet sich also immer nach dem Osterfest. Der Feiertag liegt daher immer auf einem Donnerstag und kann sich im Zeitraum vom 30. April bis 3. Juni befinden, wo sich der Osterfestkreis dann schließlich sein Ende findet.

Christi Himmelfahrt

Nach altem Brauch werden in den Tag bereits in der vorhergehenden Woche mit Prozessionszügen oder -ritten durch Wald und Wiesen zu feiern. Dabei baten die Gläubigen früher um ein gutes Erntejahr. Die Tage vor Christi Himmelfahrt wurden deshalb auch “Bitttage” genannt. Die im 4. Jahrhundert in der römischen Kirche eingeführt wurden und Papst Gregor der Große hat die Prozessionen um 600 dann weiter ausgestaltet. Ob aus diesen Prozessionen heraus auch die Vatertagsumzüge entstanden sind, ist nicht sicher. Im 19. Jahrhundert jedenfalls gab es bereits erste sogenannte “Schinkentouren” oder “Herrentouren”: Fuhrunternehmer organisierten Fahrten aufs Land, zu denen Frauen, wie es der Name verrät, nicht zugelassen waren. Später etablierte sich der Name “Vatertag”.

Die liturgische Farbe zu diesem Hochfest ist das österliche Weiß als die Farbe des Lichtes.


Fronleichnam

Das “Hochfest des Leibes und Blutes Christi”.

Ist einer der wichtigsten katholischen Feiertage im Jahr und wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, also 10 Tage nach Pfingsten, gefeiert. Der Donnerstag als Festtermin knüpft an den Gründonnerstag an, der wegen des stillen Charakters der Karwoche keine größere Festlichkeit erlaubt. Aus diesem Grund wurde Fronleichnam an das Ende der österlichen Zeit gelegt. Zu Fronleichnam gehört als alter Brauch die sogenannte Fronleichnamsprozession, bei der Jesus Christus in Gestalt der geweihten Hostie feierlich in einer Monstranz, begleitet von Gebeten und Gesängen der Gläubigen, durch die Straßen getragen wird. An vier im Freien aufgebauten Altären werden Fürbitten gebetet und der Priester verteilt jeweils den Segen mit dem Allerheiligsten. Die liturgische Farbe zu Fronleichnam ist das österliche Weiß als Farbe des Lichts und der Reinheit.


Nachweis

Verfasser & Bilder © bei:

Christian Segerer
Für Anregungen können Sie mich gerne unter: info@christian-segerer.de kontaktieren.

Internetquellen:

katholisch.de

wikipedia.de

vivat.de