"Die Seele einfach mal baumeln lassen"

Wandern mit Sprachnavigation

Wir benutzen die Sprachnavigation von Komoot die dafür sorgt, dass Sie immer in die richtige Richtung unterwegs sind (auch Offline) – ohne sich von der schönen Oberpfälzer Landschaft abzulenken. Nehmen Sie sich eine Auszeit vom täglichen Stress. Gehen Sie in Ruhe und Dankbarkeit den Weg; stärken Sie so Ihr „Ich“.


Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist bei Freudenberg

Unser erster Abstecher führt Sie zu der Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist, aus dem Jahre 1711 bei Freudenberg.

Der kalinische Pfalzgrafen Friedrich der Vierte ließ kurzerhand nachdem die Herrschaft Freudenberg zu Pfalz gekommen war im Jahre 1594 die Kirche sprengen. 1652 wurde die Kirche auf dem Johannisberg wieder errichtet. Heute ist die Kirche ein beliebtes Wanderziel. Ende Juni wird jedes Jahr das Johannisbergfest gefeiert (Geburt Johannes des Täufers).

Start & Ziel: Ellersdorf bei Freudenberg
Anspruch: Mittelschwere Wanderung
Streckenlänge: 11 Km
Höchster Punkt: 670 m
Niedrigster Punkt: 570 m
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Wallfahrtskirche zur Muttergottes in Lengenbach

Tief im Wald im Tal der Unterbürger Laber liegt unser zweites Ziel, mit der wunderschönen Wallfahrtskirche Muttergottes in Lengenbach aus dem 17. Jahrhundert. Das heutige Aussehen geht auf einen Bau von 1765 zurück.

Der Sohn des Dorfhirten Johann Brand erkrankte schwer, er versprach der Muttergotes angesichts eines heftigen Gewitter bei einer Genesung seines Sohnes im Lengenbacher Tal eine Martersäule zu errichten. Die Lähmung des Kindes verschwand und aus Dankbarkeit baute der Mann eigenhändig 1694 eine kleine Kapelle. Die Kapelle mit der gemalten Madonna entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem richtigen Wallfahrtsort mit zahlreichen Gebetserhörungen.

Start & Ziel: Dorfmitte in Voggenthal
Anspruch: Leichte Wanderung
Streckenlänge: 8 Km
Höchster Punkt: 620 m
Niedrigster Punkt: 530 m
Zur Sprachnavigation: Wallfahrtskirche zur Muttergottes in Lengenbach

 

 

 

 


Wallfahrtskirche Mariahilf in Freystadt

Unsere dritte Tour führt uns zum „Kleiner Himmel“ wie es im Volksmund gerne genannt wird, und traditionell jedes Jahr am 1. Mai zahlreiche Wallfahrer nach Freystadt pilgern.

Zwei Hirtenjungen errichteten auf der Rosswiesen (Pferdeweide) eine kleine Kapelle bzw. einen Bildstock aus Lehm und stellten einen kleinen Spendenkrug in Hoffnung auf Belohnung ihrer Bastelarbeit auf. (Vermutlich hätten es sich die zwei Knapen nicht träumen lassen dass bald ein reger Wallfahrerverkehr einsetzte.) Als sich tatsächlich ein wenig Geld im Krug befunden hatte, bauten sie eine winzig kleine Kapelle, der sie den Namen „Maria Hilf” gegeben haben. Es war in der Zeit des 30jährigen Krieges, also in der Zeit der Not und des Elends, weswegen immer mehr Leute hierher kamen um die Fürsprache der Gottesmutter in allen Sorgen anzurufen. Der Pilgerstrom nahm weiter zu. 1700 begann man schließlich mit dem Bau eines Gebäudes mit Kuppel und vier kleinen Ecktürmen.

Start & Ziel: Parkplatz am Franziskanerkloster
Anspruch: Leichte Wanderung
Streckenlänge: 5,6 Km
Höchster Punkt: 460 m
Niedrigster Punkt: 450 m
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Maria heil den Kranken auf dem Habsberg

Im Mittelalter stand eine Burg auf dem Gipfel, von ihr ist nichts mehr erhalten. Der Gründer der Wallfahrtsstätte unserer vierten Auszeit – Tour auf den Habsberg war Johannes Panzer.

Er litt arg an Gicht, auf seiner Liegestatt soll er oft die im Zimmer hängende Marienstatue um Hilfe angefleht haben. Eines Nachts sagte ihm eine innere Stimme, er soll auf dem Habsberg eine Kapelle errichten. Noch war er im Zweifel, wer hinter dieser rätselhaften Stimme stehen würde. Er wollte die Kapelle dem Heiligen weihen, dessen Heiligtum einer seiner Knechte von einem hohen Baum aus zuerst erblicken würde. Der Knecht entdeckte, nach Osten spähend, die damalige Kapelle auf dem Maria-Hilf-Berg bei Amberg. Nun waren die Zweifel ausgeräumt. Der Gerichtspfleger des Grafen Tilly, vom Schloss Helfenberg bei Lengenfeld, ließ zum Dank für seine Heilung von der Gicht von 1680 bis 1682 eine Kapelle errichten. Die Marienfigur aus seinem Haus wurde als Gnadenbild dorthin gebracht. 1731 wurde diese Kapelle abgebrochen und dafür eine größere errichtet. Am 13. September 1747 wurde diese eingeweiht. In den Jahren 1761–1773 wurde die heutige Rokoko-Wallfahrtskirche Maria Heil der Kranken nach einem Entwurf des Münchener kurfürstlichen Hofmaurermeisters Leonhard Matthäus Giessl erbaut.

Start & Ziel: Parkplatz am Besucherparkplatz Habsberg
Anspruch: Mittelschwer Wanderung
Streckenlänge: 12,6 Km
Höchster Punkt: 660 m
Niedrigster Punkt: 490 m
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Maria im Schnee in Aufhausen

Unsere fünfte Wallfahrtstour liegt im Tal der Großen Laber, das Bauwerk ist auf einer Anhöhe weithin sichtbar. Die Wallfahrtskirche Maria Schnee in Aufhausen.Wallfahrtskirche Maria SchneeDie Wallfahrt geht auf den Aufhausener Pfarrvikar Johann Georg Seidenbusch (1641–1729) zurück. Dieser hatte während seiner Münchner Studentenzeit auf seine Bitte hin und wegen besonderer Verdienste eine auf einem Speicher abgestellte Muttergottesstatue geschenkt bekommen, eine Nachbildung des Gnadenbildes Maria Schnee aus Rom. Pfarrer Seidenbusch, der die Madonnakopie aus München nach Aufhausen mitbrachte wurde Anfangs Tag für Tag im Pfarrhaus vor dieser Statue gebetet. Im Jahre 1668 errichtete Seidenbusch für seine Marienstatue eine hölzerne Kapelle. Die Wallfahrt dorthin blühte rasch auf, für den Zeitraum von 1670 bis 1689 sind 132 Gebetserhörungen verzeichnet. So wurde zwischen 1670 und 1673 anstelle der Kapelle die erste kleine Wallfahrtskirche erbaut, seinerzeit auch als Marianisches Hausbezeichnet. Hier erklang zum ersten Mal das Lied Gegrüßet seist du, Königin. Franz von Cammerloher, Kanzler des Erzbischofs von Salzburg und Gesandter beim Regensburger Reichstag, stiftete Krone, Ring und Zepter für das Gnadenbild. Das Titularfest Maria Schnee wird am 5. August bzw. am nächstliegenden Sonntag gefeiert.

Start & Ziel: Parkplatz am Besucherparkplatz Maria im Schnee
Anspruch: Leichte Wanderung
Streckenlänge: 4,69 Km
Höchster Punkt: 460 m
Niedrigster Punkt: 400 m
Zur Sprachnavigation: Wallfahrtskirche Maria im Schnee in Aufhausen

Wallfahrtskirche Maria SchneeWallfahrtskirche Maria SchneeWallfahrtskirche Maria Schnee


Nachweis

Verfasser, Wandertouren & Bilder © bei:

Christian Segerer
Für Anregungen können Sie mich gerne unter: info@christian-segerer.de kontaktieren. Für weitere Informationen zur meiner Person finden Sie auf meiner Website unter: www.christian-segerer.de

Quellen:

wikipedia.de,
sowie Kirchenführer und Gespräche von beheimatet.