Bestimmt sind die meisten schon mal an dem Kreuz vorbeigekommen, das im „Liethtal“ unter der Talbrücke steht. Was es damit auf sich hat, weiß aber vermutlich kaum jemand…
Dieses Kreuz ist vermutlich ein ehemaliges Hofkreuz des Bauernhofs Familie Niggemeier/ Siebrecht, der sich bis zum Bau der Liethtalbrücke/ B64 an dieser Stelle befand und für den Bau weichen musste. Der Landwirt wurde nach Göttingen ausgesiedelt.
Das Kreuz war neben einem alten Kastanienbaum das Einzige, was noch an den ehemaligen Bauernhof erinnerte. Durch den umliegenden Bewuchs im Sommer war es jedoch kaum noch sichtbar. Daher hatte sich 1988 eine Firmgruppe aus Maria zur Höhe gemeinschaftlich ans Werk gemacht, das Kreuz wieder herzurichten und das bis dahin schlichte Holzkreuz wurde mit einem Korpus der Firma Ochsenfarth versehen. Außerdem wurden Kantsteine um das Areal gesetzt, um das Kreuz besser hervorzuheben. Nachdem der Korpus leider zweimal Vandalismus zum Opfer gefallen war, wurde es schließlich mit einem schlichteren, weniger anfälligen Korpus versehen und zuletzt 1999 überholt.
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Kolpingsfamilie St. Hedwig übergab der ehemalige Vorsitzende des Kolping-Bezirksverbands Paderborn Karl Bürger, der damals die Firmgruppe betreute und langjährig die Pflege des Wegkreuzes übernommen hatte, die weitere Pflege in die Hände der Kolpingsfamilie St. Hedwig. Nach einem tatkräftigen Garteneinsatz der Kolpingsfamilie wurde in einer kleinen Gedenkstunde im Mai das Kreuz vor Ort übergeben.