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Kolpingsfamilie

Overath

Portrait Adolf Kolping
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Besuch in Kaiserswerth

veröffentlicht am

Am 20.Juli 2018 besuchten 29 Teilnehmer des Sommerprogramms
der Overather Kolpingsfamilie den Düsseldorfer Ortsteil Kaiserswerth.

Ein Reisebus brachte uns – bei sommerlichen Temperaturen- 
zum Rheinufer in der Düsseldorfer Altstadt. Von dort starteten wir
mit einem Schiff der “Weißen Flotte” zur einstündigen Fahrt
rheinabwärts nach Kaiserswerth.
Mit dabei war Rudolf Preuß, den wir dafür gewinnen konnten,
uns die geschichtlichen Hintergründe der Ruine Kaiserpfalz
und der Kirche “St.Suitbert” zu erläutern.
Der Name Kaiserswerth kommt von dem mittelhochdeutschen
Wort “Werth” für Insel. Es war also ursprünglich eine Insel
im Rhein, von der aus man 13 km des Rheins überblicken konnte.

Herr Preuß berichtete, dass die Basilika St.Suitbert in Kaiserswerth
auf die Klostergründung des englischen Wanderbischofs Suitbertus
(auch Suidbert / Suitbertus / Swidbert  /Suidbercht / Suidberht)
zurück geht.
Suitbert gründete 695 auf der ihm vom Hausmeier der Merowinger,
Pippin dem Mittleren, geschenkten Rheininsel das nach ihm  benannte
Benediktinerkloster Swidbertswerth, das später Kaiserswerth genannt wurde
Suitberts Gebeine liegen in einem kostbaren Schrein im Altarraum der Kirche.
Kaiserswerth gilt auf Grund der Mission des Hl. Suitbertus
als die Wiege der Christianisierung am rechten Niederrhein:

Von der Kirche aus ging es durch mittelalterliche Gassen zur Ruine,
der direkt am Rhein gelegenen Kaiserpfalz. Rudolf Preuß wies darauf hin,
dass die Pfalz ja ursprünglich auf einer Insel im Rhein erbaut wurde
um Zoll von den vorbeifahrenden Schiffen zu erheben.
Die Pfalz entstand aus einem Königshof,
der später zur Burg umgebaut wurde.
Anfang des 12. Jahrhunderts verlandete der alte Rheinarm,
die “Flieht”. Man schüttete einen Damm auf und konnte die Festung
deshalb vom Land aus erreichen.
Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) hatte keinen ständigen Wohnsitz,
sondern regierte sein Reich sozusagen vom Pferd aus.
Er zog von Pfalz zu Pfalz, um von dort aus die Regierungsangelegenheiten
abzuwickeln. Barbarossa verlegte seine Zollstation von Tiel in Holland nach
Kaiserswerth. Deshalb verstärkte er 1174 die Pfalz.Dadurch wurde sie fast
uneinnehmbar. Auch 2 wichtige Handelswege trafen dort zusammen.
In der Zeit nach dem Tod von Kaiser Barbarossa welchselte die Pfalz
oft ihren Besitzer. Darunter waren auch die Kölner Erzbischöfe.
Von 1442 bis1772 gehörte Kaiserswerth den Kölner Kurfürsten, also
zum weltlichen Herrschaftsbereich der Erzbischöfe.
1656 wurde die Pfalz durch eine Pulverexplosion schwer beschädigt.
Die größten Beschädigungen erhielt die Kaiserpfalz im Spanischen
Erbfolgekrieg 1702. Die Sieger sprengten die Burg. Die Trümmer wurden
bis 1711 als Baumaterial für die Stadt.verwendet.
Nach der Besichtigung der Burgruine stärkten sich die Teilnehmer
beim Besuch eines Cafe´s am Rheinufer mit Kaffee und Kuchen.
Unser Bus brachte uns danach zurück nach Overath.

Ansprechperson

Marlies Krause-Tillmann

kolpingsfamilie-overath@web.de

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