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Lasst uns künftig gemeinsam feiern!

veröffentlicht am

501 Jahre Reformation

„Religiös indifferente“ Menschen halten ihre Einstellung möglicherweise für modern, fortschrittlich, aufgeklärt, zeitgemäß oder behaftet mit weiteren Attributen, die mit allem Anderen als „alten Zöpfen“ zu tun haben. Karl Marx hat nicht nur die Arbeiterbewegung, sondern auch das Absterben der Religion (“Opium für das Volk”) in der klassenlos(er)en Gesellschaft vorhergesehen. Selbst für die Bewältigung von Krisensituationen sieht Thomas Metzinger, Philosophie-Professor der Mainzer Uni in seiner “neuen Spiritualität” eine vermeintliche Alternative zum Glauben an Gott. In einem Radio-Vortrag (Link zum SWR) erinnerte vieles an das Leben und Wirken von Jesus. Die Existenz Gottes bleibt (auch) für Metzinger Glaubenssache: “Alle bekannten Gottesbeweise scheitern.” Dieser Kernsatz des Vortrages muss jeden intelligenten Menschen stutzig machen. Denn bei nüchterner Betrachtung der Natur fehlen auch hier hieb- und stichfeste Beweise. Schließlich scheitert ja die Wissenschaft heute immer noch trotz wahnsinnig fortgeschrittenen technischen Equipments an einer schlüssigen

Austragungsort des Ökumenischen Kirchentages 1994: der Altenberger Dom, eine der größten Simultankirchen Deutschlands
(Foto: Wikipedia, Karl-Heinz Meurer)

Erklärung der Natur, selbst der für die Menschheit beobachtbaren. Werner Heisenberg: “Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.” Das Fehlen eines Gottesbeweises ist den zwei am weitest verbreiteten Religionen der Erde also schlichtweg egal. Die Existenz der Schöpfung reicht.
Auch Versuche “evolutionärer Humanisten”, die Natur als gottlos zu erklären, scheitern an ihrer Ansicht, den Menschen als das höchste Produkt der Evolution anzusehen. Der Mensch sei zudem fähig, die Evolution zu kontrollieren und, beispielsweise durch Gentechnik am Menschen, voranzutreiben. Erstrebenswert ist ein derart handelndes Produkt im Interesse einer – Gott sei Dank – freien, der gesamten Menschheit und Natur gerecht werdenden Evolution wahrlich nicht.
Die Einigkeit eines glaubwürdigen freigeistigen Christentums ist längst überfällig. Noch nie war die Chance dazu so naheliegend wie heute. Und der Auftrag im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens. Nach dem Nordirlandkonflikt scheint zumindest im Christentum die Neigung verschwunden zu sein, Religion als Deckmantel für aus menschlicher Schwäche motivierte Machtkämpfe und Gewaltbereitschaft zu missbrauchen. Der Schöpfer der Natur wollte das bestimmt nicht. Diese Einigung wäre vorbildhaft für die andere der zwei großen Weltreligionen. Ein weiterer kleiner Schritt zum friedlichen Zusammenleben aller Menschen. Gemeinsam dürfen sie am “Experiment Menschheit” auf einem Juwel der Natur teilhaben, der Erde.
Der “Webmaster”

Ebenfalls keinen “Gottesbeweis”, jedoch eine fasziniernde Beschreibung der menschlichen Fähigkeit, Gott zu empfinden, veröffentlichte Unternehmensberater Gabriel J. Schandl  >>>.
(Enthält evtl. eine Erklärung, warum manche beim Leichenschmaus eine gewisse Fröhlichkeit an den [traurigen] Tag legen oder warum in anderern Kulturkreisen der Tod eines Menschen Anlass eines Festes ist.)