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Kolpingsfamilie

Oberwesel

Portrait Adolf Kolping
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Kolpingnarren feiern große Schau

veröffentlicht am

Erfolgreiche 1. Sitzung der Kolpingsfamilie Oberwesel

„Lebet glücklich, lebet froh, ihr Narren in der Stadt mit O!“. Unter diesem Motto eröffnete die charmante Bajazza Alina Metzger am vergangenen Samstag die 1. Sitzung der Kolpingnarren. In der schwarz-gold geschmückten Stadthalle hatten sich zahlreiche bunt kostümierte Jecken eingefunden. Diese konnten direkt zu Beginn, zu den Klängen des Oberweseler Heimatliedes, ihre Zugehörigkeit zur schönsten Stadt am Mittelrhein unter Beweis stellen. Mit Elferrat, Kolping-Damen und Stadtsoldaten füllte sich anschließend die Bühne und Sitzungspräsident Jonathan I. konnte das erste donnernde Helau in der Narrhalla anstimmen. Bereits im zehnten Jahr führt Jonathan Dittmayer das Kolping-Narrenschiff an und zeigt auch in dieser Kampagne, das sein ganzes Herz für die Oberweseler Fassenacht schlägt.

Der schwungvolle Gardetanz der Stadtsoldaten animierte das Publikum zum Mitklatschen. Unter der Leitung von Alicia und Elena Becker zeigten die 10 Tänzerinnen eine beeindruckende Synchronität und sorgten für eine tolle Stimmung im Saal. Da Pflanzen auch Gefühle haben, können die Silllappen aus ethischen Gründen keine Vegetarier sein. Unter diesem neuen Namen präsentierten die jüngsten Vorträger (Alea Kühnast, Amelie Friedsam und Augustin Kronenberger, Leitung: Andreas Kühnast), wie ein Rendezvous zu einem großen Abenteuer mutieren kann. Klasse schauspielerische Leistung! Dass die Kleinsten manchmal die Größten sind, bewies das Oberweseler Kinderprinzenpaar samt Gefolge. Prinzessin Luisa I., Herrscherin über Wendehammer und Ochsenturm (Luisa Hermani) und Prinz Aaron I., Herr über Martinsberg und Kölner Tor (Aaron Friedsam) hielten mit überzeugendem Wortwitz und passender Mimik ihre Thronrede. Mit spitzer Zunge und feinem Florett focht Volker Stiehl als Protokoller auf blankem Satire-Parkett, denn egal ob künstliche Intelligenz oder von Natur aus schlau, auf die Oberweseler Fassenacht ein dreifach donnerndes Helau. Schon hinter dem Vorhang konnte man die Aufregung und Vorfreude der Kolping-Minis spüren. Die 13 jungen Tänzerinnen sprühten vor Lebensfreude und rissen das Publikum mit ihrer entzückenden Darbietung von seinen Plätzen. Unter der Leitung von Jessica Kuhn verabschiedeten sie sich nach ihrer Zugabe tanzend durch den Saal. Dass alle großen Spitzbuben dieser Welt einen gehörigen Wackelkontakt haben, besangen die Leewecker als Panzerknacker. Unter der musikalischen Leitung von Martin Escher glänzte der vierstimmige Männerchor mit Witz und tiefgründigen Texten zu alten als auch neuen Fassenachtshits.

Nach der Pause machte das Oberwesler Prinzenpaar Prinzessin Laura I. (Laura Heckmann) und Prinz Dennis I. (Dennis Scherschlicht) samt Gefolge den Kolpingnarren seine Aufwartung. Die Tollitäten, die in beiden großen Fassenachtsvereinen von Oberwesel aktiv sind, zeigten damit eindrucksvoll, dass die Fassenacht gelebtes gemeinsames rot-weißes und schwarz-goldenes Kulturgut ist. Wer kennt ihn nicht, den Showklassiker „Wer wird Millionär“? Deshalb ließen es sich Quizmaster Günther Jauch (Jonas Schuck) und Kandidat Werner Brager (Wilhelm Persch) nicht nehmen, sich mit skurrilen Fragen und absurden Antworten einen Platz auf der Kolpingbühne zu sichern. Steigen sie an Gleis 9 ¾ in den Hogwarts-Express und verlassen sie die Realität, um mit den Hippeditzjern die Magie und Rivalität an einer bekannten Zauberschule zu erleben. Mit schillernden Kostümen, waghalsigen Hebefiguren und viel Tanzfreude flogen die 10 Tänzerinnen, unter der Leitung von Jacqueline Grubert und Carolin Reimann, mit ihren Besen in die Herzen der Zuschauer. Viele Fassenachter kennen die typischen Symptome der Fassenachtitis. Darunter finden sich Merkwürdigkeiten wie chronische Schunkelspastik, Narrenkappen-Druck-Syndrom und akute Quasseleritis. Für die Eindämmung dieser neuen Pandemie waren Saalarzt Dr. Bless (Dr. Nils Meiswinkel) und seine Notfallvertretung (Jürgen Dittmayer) zuständig. Herrlicher gereimter Kokolores, der das Publikum zu Lachtränen rührte. Als glänzender Höhepunkt des zweiten Drittels entführten die Dancefloor Rockets alle Narren in den Wilden Westen. Rauchende Colts, Goldgräberstimmung, Chaps und Whiskyduft zauberten ein authentisches Gefühl der Freiheit auf die Kolpingbühne. Die 11 Cowboys, unter der Leitung von Lisa Hutter und Lena Weber, zeigten einmal mehr, dass sie dank ihrer Power und Athletik Meister der ausgelassenen Stimmung sind.

Wenn Percussionstab, dicke Trommel und das Keyboard als Instrumente dienen, weiß das Publikum genau, dass es sich dabei um den Auftritt der „Bumstara“-Gruppe (Martin Escher, Maximilian Jäckel und Marius Stiehl) handelt. Denn wenn der Kolping-Hit erklingt, schmettern alle Narren mit. Hervorragend! Vereinen sich Eleganz, Körpergefühl und turnerische Raffinesse handelt es sich um den Solotanz von Julia Friedsam. She came only for you, verehrtes Publikum. Das Duo Noel D’Avis und Maximilian Jäckel brachten in der Kolpingschau alle Fakten auf den Tisch, egal ob sie stimmen oder nicht. Mit reißerischen Schlagzeilen, investigativem Journalismus und skurrilen Eilmeldungen waren sie einmal mehr ein absolutes Highlight der Kolpingsitzung. Glänzender Schlusspunkt der Sitzung war der Showtanz der Stadtsoldaten. In die griechische Mythologie entführten die 16 Tänzerinnen, unter der Leitung von Alicia und Elena Becker, das staunende Publikum. Die Verwandlung der Medusa wurde ausdrucksstark in Szene gesetzt und bestach durch eine beeindruckende Synchronität und schlangenhafte Bewegungen. Das Resultat war eine mega Stimmung in der Narrhalla.

Ein buntes Finale mit allen Aktiven auf der Bühne beendete wieder eine sehr gelungene Sitzung. Einmal mehr bewiesen die Kolpingnarren, dass sie Spaß an ihrer Saalfassenacht haben und das Publikum begeistern können. Ein besonderer Dank geht auch in diesem Jahr an alle Helferinnen und Helfer vor und hinter der Bühne, sowie an alle Aktiven, durch deren Engagement es erst möglich ist, Jahr für Jahr solche abwechslungsreichen Sitzungen auf die Beine zu stellen.