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Kolpingsfamilie

Oberhausen

Portrait Adolf Kolping
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Die Entstehung der Kolpingfamilie Oberhausen

veröffentlicht am

Pfarrer Ganner gründete 1947 die Kolpingfamilie Oberhausen und hinterließ zur Gründung dieses Verein in der Chronik nachfolgende Worte: Über der Jugend der vergangenen Jahre seit 1933 stand das Wort des Herrn: “Mich erbarmt des Volkes, es ist wie eine Herde, die keinen Hirten hat.” Sie war der Führung der Kirche entzogen und daher im tiefsten Führerlos, haltlos, zersprengt und missbraucht worden. Mit dem Hinsinken des “tausendjährigen Reiches” nahmen wir Geistliche in hiesiger Pfarrei vorab der derzeitige Pfarrer Hubert Ganner, die Betreuung der männlichen Jugend im außerkirchlichen Leben wieder intensiv auf. Eine Gruppe Jüngerer bis zum 13., 19. Lebensjahr stand bald. Sie wurde geschlossen dem Herrn Kaplan Schmitt und dann seinem Nachfolger Herrn Kaplan Hemberger übergeben. — Pfarrer Ganner widmete sich dem Aufbau einer Gruppe reiferer Jungmänner, sie sollten auch dem Jungmännerverein angeschlossen werden und den Jungen Ansporn und Halt sein. Dieses Ziel war hochgesteckt. Die Arbeit galt den Heimgekehrten den zersprengten, den Enttäuschten, den Missbrauchten, den Verführten. Es gab große Hindernisse. Keiner wollte dabei sein, keiner sich wieder organisieren lassen, keiner etwas von einem Verein wissen. Interesselosigkeit in Hochkultur, Apathie gegen jeden Organisierer – Angst vor einer neuen Entnazifizierung, Furcht, der Bolschewismus könnte eines Tages kommen und fragen, wo standest du, wo kämpftest du etc. Das war die Situation. Ausspracheabende wurden festgelegt, schriftlich und mündlich eingeladen. Zehn – fünfzehn – fünfundzwanzig waren einmal da, sie wechselten, sie blieben nicht beständig. Probleme z. Zt. z.B. Ehe wurde behandelt. Das interessierte eher. Darüber hinaus kam wieder ein Abflauen. Es war eine Geduldsprobe für den veranstaltenden Priester. Immer wieder wurde gerufen. Es fehlt immer noch, nach bald einem Jahr ein fester Kern, eine Gruppe, die sich zu den Idealen bekannte. Da, am 19. März 1947 wurde ein Strich gezogen! Entweder oder. — – So kanns nicht weitergehen, 6 Jungmänner etwa — waren dabei im Heim des neuen Schulhauses. Immer wieder hatten zwei Kolpingsbrüder vorgeschlagen, die Sache unter die Idee Kolpings zu stellen. Der Pfarrer hatte bisher gezögert. Sein Herz hing an Kolping, aber er fürchtete die Sprengung der Einheit der katholischen Jugend. Wie oft standen sich in einer Pfarrei Christusjugend und Kolpingjugend unfreundlich gegenüber, könnte es nicht eine Einheit geben – eine Jugend, eine Fahne – die Christusfahne in Oberhausen? Das war das Haupthindernis. Das liess ihn immer wieder zögern. Es war ein Arbeiterverein da. Getragen von alten Männern, deren Kreis keinerlei Zugkraft hatte. Es war eine geringe Auswirkung auf die jüngere Generation zu erwarten für die Zukunft. Und doch musste eine umfangreichere Auswirkung in der männlich arbeitenden Jugend und Männerwelt erzielt und erstrebt werden. Sollte am Ende nicht doch das Kolpingwerk das Richtige sein? Hier wären Jung- und Altkolping, hier könnten Gesellen und Meister, erfasst und geführt werden und sie würden nicht in einen leeren Raum hineinwachsen, sie hätten Altkolping, indem sie sich finden könnten. Diese Überlegungen waren stärker und überwogen frühere Bedenken.

Kolping musste siegen

An jenem Abend des 19. März 1947 wurde der Grundstein gelegt. Die Sechse waren ein Anfang, sie blieben treu, sie wuchsen. Die alten Mitglieder des früheren Jungmännervereins und der D.J.K. wurden eingeladen. Sie standen der Sache nicht unsympathisch entgegen. Wochen für Wochen stiegen die Abende. Die Meldung ging nach Köln, wir haben eine Kolpingsgruppe, wir bitten um Aufnahme in die deutsche Kolpingfamilie. Die Antwort kam. Die Schreiben liegen bei. Ein Banner wurde aufgetrieben. Aus einem Banner des Arbeitervereins, wurde das Orange zum K-Banner genommen, das Schwarz lieferte die Firma Püttmann in Speyer gegen Spargel, Geld spielte keine Rolle, es war die zeit des Tauschgeschäftes und des schwarzen Marktes. Am Gottbekenntnissonntag wurde das Banner zum ersten Mal an die  Öffentlichkeit gebracht bei der Feierstunde in Waghäusel. Am Dienstag, den 3. Juni 1947 sollte eine Gründungsversammlung vorbereitet werden, von einem vorläufigen Vorstand. Bis dahin geht die Einführung. Das war das harte, schwere Ringen um die Gründung der Kolpingfamilie Oberhausen. Möge es nicht umsonst sein, sondern eine Saat in Tränen, der einstens folgt eine Ernte in Freuden. Andere säen – andere ernten – Gott muss das Gedeihen geben. Kolping sagte – deus providebit – ja – so sprechen wir über das junge Pflänzlein in Oberhausen das Segenswort des Gesellenvaters – deus providebit und treu Kolping. Oberhausen, den 1. Juni 1947 Dreifaltigkeitssonntaq gez. Hubert Ganner, Pfarrer

Bild 1 Altes Kolpingsheim wurde 1975 wegen dem Bau der neuen Kindergartes abgerissen.

Bild 2 Pfarrer Hubert Ganner

Bild 3 Neues Haus der Kirchengemeinde “St Martin” in dem die kirchlichen Veranstaltungen abgehalten werden

Anmerkung: Der Artikel stammt von Petra Kurrer und wurde in die neue Kolping Webseite übernommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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