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Kolpingsfamilie

Metzingen

Portrait Adolf Kolping
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Zeitungsbericht über das Maultaschenessen am Weltlepratag 2020

veröffentlicht am

Die Metzinger Kolpingsfamilie und Gemeindemitglieder haben dieses Mal 7989 Maultaschen für die Aktion Lepra in Handarbeit hergestellt. 18 von 54 Ehrenamtlichen am Samstag waren Jugendliche.

METZINGEN. „Mit 7989 Stück knapp die 8000er Grenze verpasst, aber wir produzieren ja auch von Hand und nicht maschinell, da sind die Maultaschen nicht genormt“, so der Vorsitzende der Metzinger Kolpingsfamilie, Oliver Schnepf.

Genau das schätzen die Gäste am Sonntag allerdings beim Essen der schwäbischen Spezialität, dass es keine maschinelle Produktion ist. Alles ist Handarbeit, wird mit Liebe zubereitet. Das wiederum stärkt auch die Gemeinschaft aller beteiligten, man redet miteinander, hat gemeinsam Spaß am Arbeiten. Es kann zwar sein, dass ein paar Tränen fließen, aber das liegt dann an den Zwiebeln. 50 Kilo werden von Hand vorbereitet, aber selbst das macht Laune, denn neben der Motivation etwas für den guten Zweck zu tun, macht das Treffen mit Freunden Freude.

Nicht ohne Grund heißt die Gruppe Kolpingsfamilie, bei der auch Nichtmitglieder familiär aufgenommen werden und gerne mithelfen. Wer glaubt, es gebe Nachwuchssorgen, wird eines Besseren belehrt beim Blick hinter die Kulissen. Allein am Samstag halfen von 54 ehrenamtlichen Mitarbeitern 18 Jugendliche mit das große Maultaschenessen am Sonntag vorzubereiten.

Da wird nämlich Fleischbrühe wie daheim gekocht, was bedeutet Suppengemüse zu putzen neben Nudelteig mit einer nahezu historischen Nudelmaschine auszurollen und von Hand zu füllen und zu formen.

In der Küche werden sie dann in der kräftigen Fleischbrühe gesiedet und auf den Tischen im Bonifatiussaal zum Trocknen ausgelegt. Am Sonntagmorgen beginnt die Arbeit für einige Helfer schon, wenn andere noch schlafen, denn da werden Kartoffeln gekocht, damit sie ab sieben Uhr in großer Runde gepellt werden können. Nur Pfarrer Hermann Weiß muss sich dann ausklinken, weil er vor dem Essen noch zwei Gottesdienste in Riederich und Metzingen hält während die Vorbereitungen in der Küche auf Hochtouren laufen.

Außer Kartoffeln in Scheiben zu schneiden müssen auch die anderen Zutaten für den Salatteller vorbereitet werden und ist noch manches andere zu tun, bevor die Menschenschlange vor dem Bonifatiussaal schon vor 11 Uhr immer länger wird. Parallel zu den Mittagsgästen gibt es bekanntermaßen den Straßenverkauf, das heißt Maultaschen zum Mitnehmen. Künftig werden dabei übrigens „keine Maultaschen mehr in Plastiktüten abgepackt, nur noch in mitgebrachten Behältnissen“, so der Vereinsvorsitzende zum Umweltbewusstsein der Kolpingsfamilie.

Das halbjährliche Maultaschenessen der Metzinger Kolpingsfamilie zu Gunsten der Aktion Lepra, die zusammmen mit der DAHW realisiert wird, ist eine beispielhafte, soziale, Erfolgsgeschichte, die nicht nur in Brasilien hilft Lepra zu bekämpfen und den meist ausgegrenzten Kranken zu helfen. Die ebenso wichtige „Nebenwirkung“ ist, dass das Ergebnis allen Beteiligten schmeckt und zur Gemeinschaft beiträgt.

 

… mit freundlicher Unterstützung von Mara Sander (Südwestpresse).