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Kolpingsfamilie

Mettmann

Portrait Adolf Kolping
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RP-"Gebetsgang erinnert an Johannes Flintrop"

veröffentlicht am

Mettmann (ch) RP-20.08.2012 –
Zum erstan Mal hat Mettmann mit einer öffentlichen Veranstaltung des Geistlichen Johannes Flintrop gedacht, der von 1932 – 1942 Kaplan in St. Lambertus war mund im KZ Dachau zu Tode kam, vermutlich aufgrund medizinischer Experimente der Nazis.
Anlässlich seines 70. Todestages hatten die Pfarrgemeinde und die örtliche Kolpingsfamilie zu einem Gedenk- und Gebetsgang geladen. Die Kolpingsfamilie bemüht sich schon länger darum, die Erinnerung an Flintrop lebendig zu halten. So ließ man in der Turmkapelle eine Gedenktafel installieren, und im Herbst soll ein Künstler aus Essen Entwürfe vorlegen, wie dieser Andachtsraum noch eindrucksvoller gestaltet werden kann.
Hintergrund ist die Hoffnung der Gemeinde, “Flintrop bald als Seligen verehren zu dürfen”, wie der scheidende Kreisdechant Markus Bosbach an der ersten Station des Rundgangs, dem Mahnmal für die NS-Opfer am Lavalplatz, erläuterte. Bosbach würdigte mit deutlichen Worten das Wirken Flintrops, der aufgrund seiner Kritik am NS-Regime ins KZ gekommen war. “Weil es einen Menschen wie ihn gab, konnte keiner mehr sagen, er habe nichts gewusst.”
Über die ehemalige Kaplanei an der Flintropstraße (heute SKFM), wo ein Stolperstein an den Geistlichen erinnert, zog die Gruppe dann weiter zur Pfarrkirche. Dort trugen einige Kolpings-Mitglieder eine szenische Lesung mit Verhör-Protokollen und Briefen Flintrops vor – Zeugnisse von Glaubenszuversicht wie auch menschlicher Not gleichermaßen.
An der letzten Station dem Priestergrab auf dem Friedhof Goethestraße, legten sämtliche Teilnehmer des Gedenkgangs schließlich eine Rose nieder.
Fotos sh. Mediathek

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Stefan Lederer und Ulla Zygmunt

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