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Kolpingsfamilie

Mastholte

Portrait Adolf Kolping
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Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl

veröffentlicht am

Es ist mittlerweile eine Tradition, dass die Kolpingfamilie Mastholte zu Wahlen eine Podiumsdiskussion anbietet. Das hat man nach reiflicher Überlegung auch in diesem Jahr durchgeführt. Auf Grund der aktuellen Situation ist man von der „JKL“ in den Saal des Hotel Adelmann gewechselt, da man dort bis zu 100 Personen nach den aktuell gültigen Hygienekonzepten unterbringen kann. Daher geht unser Dank an das Hotel Adelmann und Toni Meier für die Bereitstellung von Raum und Tontechnik.

Um 19.30 Uhr begrüßte Moderator Helmut Pöppelbaum die Vertreter der fünf im Rat vertretenen Parteien und zwar Oliver Brinkhaus CDU, Günter Höppner FDP, Konrad Schürhoff GRÜNE, Hajo Ahrens FWG und Ulla Ecks SPD. Weiterhin konnte er ca. 80 Besucher begrüßen, darunter, erfreulicherweise, viele junge Politik interessierte. Dann stellten sich die Kandidaten selbst vor und berichten über ihre Vita und stellten die Hauptmerkmale ihrer Parteiziele und Wünsche vor.

Die erste konkrete Frage war dann, für welche Variante des geplanten Dorfplatzes die einzelnen Kandidaten sind. Hier gab es wenig konkrete Aussagen, sondern ausschweifende Antworten. Nur die FWG legte sich für den Platz um die Kirche fest.

Beim Thema Kindergartenplätze und Betreuung war man sich einig, dass es zu wenig Plätze in der Stadt Rietberg gibt, obwohl aktuell gebaut wird. Die Schuld wurde hier beim Kreis gesucht. Da es aber viele Zuzüge im Kreis GT gab, sei das schwer planbar gewesen, meinte Ulla Ecks.

Beim Thema Wirtschaft und Arbeitsplätze hätte man in der Vergangenheit viel Geld eingenommen aber durch die aktuelle Krise fehle es an allen Ecken, meinte Günter Höppner, und forderte neue Gewerbebetriebe. Das sah Konrad Schürhoff nicht so. Natürlich brauchen wir eine florierende Wirtschaft, aber mit Schonung der Umwelt und Flächen. Er forderte, dass alle großen Gebäude mit Photovoltaik Anlagen ausgestatte werden. Auch die anderen Parteien sprachen sich für neue Gewerbegebiete aus.

Die Wohnungssituation im Stadtgebiet sahen alle Parteien kritisch an. Es gäbe zu wenig preisgünstige Wohnungen und auch die Bauplätze seien zu teuer. Der soziale Wohnungsbau müsse forciert werden, da waren sich alle einig. Es würden zwar neue Sozialwohnungen gebaut, aber durch Corona sei man in Verzug gekommen.

Flüchtlinge und Werksarbeiter: Die Situation der Flüchtlinge wird allgemein als zufriedenstellend betrachtet, da momentan nur wenige in der Stadt sind. Aber es werden auch hier dringend bezahlbare Wohnungen gesucht. Die FWG macht sich hier schon lange stark und will auch viele Flüchtlinge intrigieren. Die CDU setzt hier auf das Ehrenamt der Vereine und Personen vor Ort, so wie es die Kolpingfamilie schon seit 5 Jahren macht. Von der SPD und FDP kamen hier langatmige Meinungen ohne Aussagekraft. Besonders Günter Höppner kam wieder weit vom Thema ab.  Bei der Situation der Werksarbeiter war man sich einig, dass dies nicht so bleiben kann. Jedoch kann die kommunale Politik an dieser Stelle wenig bewirken.

Diskussion und Fragen: Zum Abschluss des Abends gab es noch eine Fragestunde.
Frage was mit den leeren Räumen der Hauptschule passieren soll: Man warte auf Entscheidungen zur Ganztagsschule aus Düsseldorf. Deshalb könnte die Verwaltung noch kein Raumbedarfskonzept für die Grundschule erstellen

Frage ob die Aula an die Grundschule gehen sollte: Das wäre nicht so einfach, da es einen Mietvertrag geben würde. Man müsse mit den Parteien sprechen und eine Lösung finden.  Eine Meinung aus dem Pubilkum war, dass der Mietvertrag auf jeden Fall gekündigt werden müsse eine andere, dass die Caritas gut mit der Grundschule zusammen arbeiten würde. Sie brauchen die Aula nur einen Nachmittag in der Woche und in der restlichen Zeit würde der Raum bereits von der Grundschule genutzt.

Frage: Jedem Flüchtling werden 250€ für die Unterkunft abgezogen. Eine Frau mit 2 Kindern zahlt also 750 € für ein Zimmer und Gemeinschaftsräume. Das seien höhere Summen als die Werksarbeiter von Tönnies zahlen. Antwort von allen: Die gesamten Kosten müssen auf die Personen umgelegt werden. Das kann man nicht ändern. Den Vorschlag halb belegte Häuser zusammen zu legen um Kosten zu sparen müsse man prüfen.

Von den Grünen kam noch der Vorschlag Tempo 30 für die komplette Ortsdurchfahrt. Alle waren sich einig, dass im Bereich Böwingloh / Eisdiele zu schnell gefahren würde, festgelegt hat sich allerdings keiner der anderen.

Bilder findest du in der Mediathek –>