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Kolpingsfamilie

Lauingen

Portrait Adolf Kolping
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Kolpinggedenktag in Lauingen

veröffentlicht am

Die Kolpingfamilie Lauingen, im Jahre 1859 in Lauingen gegründet, zählt mit ihrer 159 jährigen

Geschichte zu einem der ältesten noch aktiven Lauinger Vereine.

Am vergangenen Wochenende trafen sich die Mitglieder zum jährlichen Kolpinggedenktag, um dem Gründungsvater der Kolpingvereine zu gedenken, der im Jahre 1865, Anfang Dezember, verstarb.

Sein Beruf war Schuster, später Priester. Heute würde er “Streetworker” genannt werden, denn er war einer, dessen Arbeit buchstäblich auf der Straße begann. Er zog, wie es damals üblich war, als Wanderbursche von einem Handwerksmeister zum anderen. Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Industrialisierung. Alle jungen Leute gingen in die Fabrik zum Arbeiten. Sie schufteten hart, blieben aber zumeist ohne Perspektive für ihr Leben.

Es fehlt ihnen an jeglicher sozialer Bindung. Es gab keine Unterkunft mehr bei den ?ersetzenden? Familien der Meister. Die jungen Gesellen verbrachten ihre Abende in wüsten Kneipen oder auf der Straße.

Als Kolping später Priester wurde, war es ihm ein Anliegen den jungen Leuten zu zeigen, dass Leben mehr heißt, als tagsüber jobben und abends Kneipentouren zu machen, dass Abhängigkeit mit Unwissenheit zusammenhängt, dass Gemeinschaft auch eine geistige Heimat braucht. Er gründete den ?Gesellenverein? heute Kolpingfamilien genannt. Die Idee breitete sich rasch aus. Es wurden Häuser errichtet. Die Räume dienten den Handwerkern nicht nur als Unterkunft, sondern auch als Schule, in der sie in Bezug auf Religion und Politik, sowie für ihren Beruf etwas dazulernen konnten. Die Gemeinschaft in den Gesellenhäusern sollte der in einer Familie gleichen.

Kolpings Devise war es, dass jeder seine Begabungen dazu nützen sollte um sich in Familie, Beruf und Gesellschaft für andere einzusetzen. Das alles sollte auf der Basis des christlichen Glaubens geschehen. Dieses Gedankengut hat sich bis heute fortgesetzt.

Die Kolpingfamilie Lauingen beginnt den Gedenktag mit einer hl. Messe. Trifft sich dann im Kolpinghaus zum gemeinsamen Mittagessen. Langjährige Mitglieder werden geehrte und neue Mitglieder in die Gemeinschaft aufgenommen. Dieses Jahr konnten geehrte werden:

Barbara und Dr. Ulrich Schubert (25 Jahre), für 40 Jahre Franz Gallenmüller, christoph Mayer, Helmut Renner, Günter Seitz. Gebhard Hummel (50 Jahre)- Für 60 Jahre: Arno Kimmerle, Horst Mayer, Eugen Seefried, Albert Specker, Helmut Traub.

Neu aufgenommen wurden die Familie Fiorini, Florian Link und Martin Schmied, der auch in der Vorstandschaft, als für die Kasse verantwortlich, mitwirkt. Außerdem wechselten neun Mitglieder der bisherigen Kolpingfamilie Syrgenstein nach Lauingen, da sich der dortige Verein, nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden, aus dem Kolpingverband abgemeldet hat. Der Nikolaus mit seinen Knecht Ruprecht, lobte besonders engagierte Mitglieder, ehe das Fest mit einem gemeinsamen Kolpinglied zu Ende ging.

 

Geehrte Mitglieder: (vl.) Albert Specker (60 J.), Alfred Kapschak, Vorstandsmitglied in Vertretung des 1.Vorsitzenden Herbert Hummel, Helmut Traub (60 J.), Eugen Seefried (60 J), Helmut Renner (40 J.), Franz Gallenmüller (40 J.) Günter Seitz (40 J.), Christoph Mayer (40 J.), Gebhard Hummel (50 J.), Reinhard Kastner, Vorstandsmitglied, Stadtpfarrer Raffaele De Blasi

Bild: Markus Hummel

Neue Mitglieder: (vl) Alfred Kapschak, Vorstandsmitglied, Karl-Josef und Regina Stutzmiller, Dieter und Silvia Kraus, Gisela Dittrich, Stadtpfarrer De Blasi, Martin Schmied, Nadine Link mit Sohn Florian, Reinhard Kastner, Vorstandsmitglied

Bild: Markus Hummel
Text: Alfred Kapschak

Ansprechperson

Herbert Hummel

hummel.herbert@t-online.de

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