Beim Herrieder Pfarrfasching gab es mit „Air Kolping“ einiges zu erleben – Humorvolle Einlagen sorgten für einen amüsanten Abend
„Air Kolping – wir heben ab“, unter diesem Motto ist der Kolpingball in Herrieden wieder als Pfarrfasching gefeiert worden. Verschiedene Gruppen und Akteure boten den Gästen mit humorvollen Einlagen einen kurzweiligen Abend.
Nach einem musikalischen Auftakt des Trios „Tommy and friends“ hob die „Air Kolping“ ab, wie es in einer Pressemitteilung der Veranstalter heißt. Dargestellt wurde die Fluglinie von einer Tanzgruppe der Kolpingsfamilie unter Regie des Flugkapitäns St. Deocar und des Co-Piloten St. Vitus, beides Herrieder Stadtpatrone.
Der Flug führte das Publikum nach Spanien, wo mangels Kenntnis der Sprache und Kultur den Franken in einem Sketch die Einreise verweigert wurde, ehe es dann weiter nach Indien mit einem dort landestypischen Tanz ging. Viel Applaus erhielt die hawaiianische Voltigiergruppe des Herrieder Reitvereins für ihr turnerisch-artistisches Können auf der Matte und am hölzernen Pferd, wie weiter berichtet wird.
„Outing“ eines Halbfranken
Deo Bösendörfer tröste als „HerrRegRei“ („Herrieder Regional-Reisebüro“) diejenigen, die sich keine weite Reise leisten können, indem er in seinem Liedbeitrag mit Witz und Ironie auf Sehenswertes zwischen Stadel und Leutenbuch aufmerksam machte.
Kaplan Armin Drechsler outete sich derweil als Halbfranke, in dessen Adern jedoch bis in das 17. Jahrhundert zurückreichend oberbayerisches Blut fließt. Als solcher gab er in Gstanzln seine gewonnenen Eindrücke aus dem Pfarrleben humorvoll zum Besten, welche die fast ausnahmslos kostümierte Gästeschar, unter ihnen Stadtpfarrer Peter Hauf und Mitglieder der Kolpingfamilie Ansbach mit ihrem Diakon Daniel Hartmann, mit begeistertem Applaus belohnte.
Einen weiteren Höhepunkt des Abends stellte der Auftritt des Ensembles „sine nomine“ dar, in deren visionärem Stück die Rollen von Männern und Frauen in der Kirche getauscht sind. Die „Katholischen Bischöfinnen“ der „Bayerischen Bischöfinnenkonferenz“ befassten sich etwa mit der Frage, ob Männer Diakon oder Priester werden sollten.
Schließlich beendete die Kolpingjugend mit einem Auftritt von „Harry Potter und seinen Zauberlehrlingen“ den Reigen der bunten Einlagen. Der Reigen der Nachwuchsmagier zeigte zauberhafte Nutzungskonzepte für das Herrieder Stadtschloss und eine Alternative für die abgelehnte Ortsumgehung auf. Bei allen Einlagen war das Publikum begeistert dabei und geizte nicht mit Applaus.