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Kolpingsfamilie

Herrieden

Portrait Adolf Kolping
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Worte der Hoffnung und "Hoffnungslose"

veröffentlicht am

Herrieder Kolpingsfamilie hielt ihren Gedenktag zu Ehren des Gründers ab – Finanzielle Unterstützung für die Bahnhofsmission

 

„Christ sein mit Kopf, Herz und Hand“: Das Motto der Kolpingsfamilie Herrieden wurde auch beim Gedenktag zu Ehren des Gründers großgeschrieben.

Die bereits seit dem Jahr 1913 bestehende Kolpingsfamilie Herrieden feierte laut eigener Mitteilung in Erinnerung an Adolph Kolping, der am 4. Dezember 1865 verstarb, den Kolping-Gedenktag. Den Auftakt bildete ein von der Kolpingsfamilie mitgestalteter Gottesdienst in der Stiftsbasilika.

Im Anschluss daran wurden „Hoffnungslose“ mit hoffungsvollen Worten angeboten. Den Erlös dieser Aktion in Höhe von 320 Euro übergaben Theresia und Beate Leis an die Bahnhofsmission in Würzburg für deren Arbeit.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden Alois Weiß für 65 Jahre Mitgliedschaft und Kurt Maag für 50 Jahre vom Vorsitzenden Ulrich Eff geehrt. Erfreulich war laut Mitteilung die Neuaufnahme von zehn Personen, darunter eine fünfköpfige Familie, in die Kolpingsfamilie.

Sichtlich überrascht nahm derweil Brigitte Niederauer die Ehrung durch die stellvertretende Diözesanvorsitzende Beate Leis für ihr langjähriges Wirken in der Kolpingsfamilie als Kassenprüferin, Beisitzerin, Kassenverwalterin und aktuell als Chronistin entgegen. Niederauer gehört zu den „stillen Stars“ der Kolpingsfamilie Herrieden. Beate Leis überreichte ihr eine Dankurkunde des Diözesanverbandes Eichstätt.

Enge Verbindung zum Handwerk betont

In seiner Historie ist das Kolpingwerk dem Handwerk eng verbunden, wie weiter informiert wird. Hatte doch Adolph Kolping zunächst das Schusterhandwerk gelernt und später als Priester sich der wandernden und Not leidenden Handwerksgesellen angenommen und ihnen in den Gesellenvereinen Heimat und Orientierung gegeben. In dieser Tradition engagiert sich das Kolpingwerk bis heute sehr aktiv im Handwerk, wie Bernd Lohbauer in einem Impulsreferat zum Thema „Handwerk& Kolping“ deutlich machte.

So bringen sich in Deutschland zahlreiche Kolpingmitglieder ehrenamtlich in den Gremien des Handwerks ein und gestalten die Handwerkspolitik mit. Er selbst ist Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer für Mittelfranken und im Prüfungswesen des Metzgerhandwerks tätig. Lohbauer zeigte auf, dass die Handwerkskammern, von denen es 53 in Deutschland gibt, ein Organ der Selbstverwaltung sind und in ihrer Organisation zu zwei Dritteln aus Arbeitgebern und zu einem Drittel aus Arbeitnehmern bestehen.

Mitbestimmung und Mitwirkung seien wichtig, um im weiten Feld der beruflichen Bildung, zur Lage und Situation in den Handwerksbetrieben sowie bei der Interessenvertretung gegenüber Politik und Wirtschaft die besten Antworten zu finden, wie es weiter hieß. Bernd Lohbauer warb dafür, dass sich Kolpingmitglieder, die in Handwerksberufen tätig sind, für eine Mitarbeit in den Gremien des Handwerks zur Verfügung stellen und ihren Sachverstand einbringen. Der Kolping-Gedenktag klang aus mit dem Vater-Kolping-Lied. Er wurde musikalisch mitgestaltet von Rosalie, Paulina und Robert Herrmann. 

Ulrich Eff, Brigitte Niederauer, Beate Leis