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Kolpingsfamilie

Herrieden

Portrait Adolf Kolping
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Erinnerungskultur pflegen!

veröffentlicht am

Die Kolping Frauenrunde in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenbildung Altmühlfranken, setzte die Reihe „Erinnern und Erzählen“, mit Brigitte Hölzlein aus Herrieden fort. Von ihren Erlebnissen als fünfjährige im Jahr 1945 erzählte, Frau Hölzlein vor großem Publikum im Pfarrheim Herrieden. Die Flucht von Oberschlesien nach Mittelfranken war für die Familie herausfordernd. Über Monate hinweg waren Mutter, Schwester, Bruder und sie nach Bayern unterwegs. Nach einer beschwerlichen Reise, von Klosterbrück mit Station in Cottbus, wurden sie in einer Baracke in Voggendorf aufgenommen. Nicht vergessen habe sie, dass sie mit Seife und Handtuch an einem Bach die tägliche Morgentoilette verrichtete. Die Gängeleien der Behörden blieben ihr in schlechter Erinnerung. Weiter ging es von Taubenroth nach Haag b. Ornbau. In ihrem Heimatort Klosterbrück bei Oppeln besaß die gut situierte Familie ein stattliches Haus. Die Kammer in Haag hatte neun Quadratmeter. Ein weiterer Umzug, die Habseligkeiten transportierten sie auf einen kleinen Leiterwagen, nach Ornbau stand an. Der vorletzte Ortswechsel fand 1959 nach Burgoberbach statt. 1961 wurden sie in Herrieden sesshaft. Dort lebt sie mit ihrem Ehemann Edgar. Ihre beiden Kinder Peter und Christine wohnen ebenfalls in Herrieden. Frau Hölzlein schilderte den Interessierten auf eine emotionale berührende Weise ihr Leben. Trotz den schlechten Begebenheiten, die sie erfahren musste, ist sie bis heute eine lebensbejahende Person geblieben.

Ihren Heimatort Klosterbrück, (heute Czarnowanz/Polen) besuchte sie 2013 mit ihrem Mann Edgar. Ihr Elternhaus mit einem großen Garten befindet sich in einem gepflegten Zustand. Darüber freut sich Frau Hölzlein bis heute.