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Portrait Adolf Kolping
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Neuigkeiten bei der Krippenführung in Bödingen

veröffentlicht am

In der Hennefer Wallfahrtskirche in Bödingen hat Pastor Reinhard Friedrichs den Interessierten auf Einladung der Kolpingfamilie die umfangreiche Krippenanlage erklärt. Dabei klärte er auch über die Beliebtheit der Krippendarstellungen auf. Für ihn war es in dieser Saison die zehnte Krippenführung in Bödingen.

Im Volksmund gehen die Darstellungen der Geburt Jesu mit Krippenfiguren auf den Heiligen Franziskus zurück. Dem widersprach der Bödinger Geistliche, der sich seit Jahren intensiv mit diesem Thema befasst. Die Darstellung der Geburt Jesu mit lebendem Ochs und Esel im Jahr 1223 sei ein einmaliges Ereignis gewesen. Richtig populär hätten nicht die Franziskaner, sondern die Jesuiten in der nachreformatorischen Zeit das Krippenwesen gemacht. Die erste Krippe stand 1560 in der Jesuitenkirche in Coimbra in Portugal. Ein vorübergehendes Verbot, die Geburt Jesu auf diese Weise in Kirchen darzustellen, haben dann dazu geführt, dass die Gläubigen vermehrt in ihren Wohnungen die Geburt Jesu mit Figuren nachgebildet hätten.

Ochs und Esel werden in den Schilderungen des Neuen  Testaments über die Geburt Jesu nicht erwähnt. Ein Hinweis auf diese Tiere beim Propheten Jesaja bildete vielmehr die Quelle in der verbreiteten Darstellung der Volksfrömmigkeit. Pastor Reinhard Friedrichs greift nun seit vielen Jahren dieses Prinzip auf und fügt jährlich ein Tier, das in der Bibel erwähnt wird, der Bödinger Krippenszene hinzu. Dabei wird er von den Gläubigen der Bödinger Gemeinde unterstützt. So hat zum Beispiel jemand den großen Regenwurm am Computer entworfen und mittels 3-D-Drucker hergestellt.

Die Krippe in Bödingen ist so umfangreich, dass nicht ein LKW ausreicht, um sie zu transportieren. Wer beim Besuch in der Wallfahrtskirche erleben möchte, dass das Wasser im Bach sprudelt und dass der Stern über der Krippe leuchtet, muss nur einen gut sichtbaren Schalter bestätigen – schon kommt Leben in die Szene. Viele Familien mit Kindern kommen deshalb gerne zu einem Besuch in das Gotteshaus.