Patrozinium am 28. Oktober: Die Kolpingsfamilie gestaltet um 17.30 Uhr die Gebetsstunde in der Kirche St. Simon & Judas. Um 18.30 Uhr schließt sich die Festmesse an. Alle sind herzlich zur Teilnahme eingeladen!
Zum Hintergrund: Die Apostel Simon und Judas (auch Thaddäus genannt) werden am 28. Oktober gemeinsam im Römisch‑katholischen Kalender gefeiert. Simon, der Kananäer wird in allen Evangelien und der Apostelgeschichte als einer der Zwölf genannt. Sein Beiname „Kananäer“ oder „Zelotes“ weist auf seinen früheren Eifer für das jüdische Gesetz hin, nicht auf eine Zugehörigkeit zu den politischen Zeloten. Die Tradition berichtet, dass er nach der Verbreitung des Evangeliums in Ägypten wirkte und später zusammen mit Judas nach Persien reiste, wo er das Martyrium erlebte.
Judas Thaddäus kennt die neutestamentliche Überlieferung als „Bruder des Jakobus des Kleinen“. Beim letzten Abendmahl stellte er Jesus die Frage, warum er sich nicht allen offenbaren wolle, worauf Christus antwortete: „Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“. Dieser Dialog ist im Johannesevangelium (Joh 14, 22‑23) belegt. Judas wird das Verfassen des nach seinem Namen benannten neutestamentlichen Briefes zugeschrieben.
Nach der Überlieferung predigten Simon und Judas zunächst getrennt: Simon in Ägypten, Judas in Mesopotamien. Anschließend zogen sie gemeinsam nach Persien, wo sie zahlreiche Menschen zum Glauben bekehrten und schließlich das Martyrium erlitten.