Nikolausaktionen der Kolpingsfamilie Gersthofen

In den 50er Jahren entstand von Alfred Steiner und Ernst Kirchgessner die Idee, eine Nikolausaktion in Gersthofen durch zu führen. Ziel der Aktion war es, Kindern von Mitgliedern der Kolpingsfamilie, den Nikolausbesuch zu ermöglichen. Der Besuch war kostenlos, jedoch wurden Spenden entgegengenommen.
Seit 1989 leitet Reinhold Dempf federführend die Nikolausaktion. Ein Team besteht aus dem Bischof Nikolaus, dem Knecht Ruprecht sowie einem Fahrer. Gegenwärtig sind 6 Teams während der Adventszeit im Einsatz. Der Fahrer stellt sein KFZ traditionell kostenlos zur Verfügung.
Am 6. Dezember garantieren 8 Nikoläuse, dass alle Besuche in den Gersthofer Kindergärten und Schulen durchgeführt werden können. Jährlich werden ca. 1000 Kinder von den Aktiven der Nikolausaktion in Kindergärten, Schulen, Vereinsweihnachtsfeiern oder Betriebsweihnachts-feiern besucht. Das Besuchsgebiet erstreckt sich von Kempten bis Nördlingen und von Günzburg bis Aichach!

Selbstverständlich sind die traditionellen Hausbesuche am 5. und 6. Dezember, vorzugsweise im Stadtgebiet Gersthofen, den Stadtteilen und bei den angrenzenden Gemeinden Gablingen, Langweid sowie in Augsburg ein wichtiger Bestandteil der Nikolausaktion. Der Besuch ist wie in den Gründungszeiten kostenlos, Spenden werden gerne entgegengenommen, die caritativen Zwecken ausschließlich für Kinder zugeführt werden, getreu dem Motto der Kolping – Nikoläuse: „Von Kinder für Kinder“! Ein weiteres Ziel der Nikolausaktion ist es, die bayrische Tradition des Bischof Nikolaus und des Ruprechts zu pflegen und fortzuführen, was uns bis zum heutigen Tag gelungen ist! Auch Frauen waren schon als Knechte aktiv!!!
Auf Grund der Coronaproblematik wurden im Jahr 2020 die Nikolausbesuche virtuell durchgeführt. Dabei wurden für jede Familie die sich bei den Nikoläusen meldeten, eigene Videos angefertigt, bei dem der jeweilige gelieferte Text vom Bischof Nikolaus, im Beisein vom Knecht Ruprecht aufgesagt wurde. Insgesamt wurden so ca. 50 Videos von den Aktiven gedreht. Dabei wurden ca. 9000.– € als Spenden eingenommen.
Ebenfalls schon traditionell ist die persönliche Übergabe der Spenden. Jedes Jahr trifft man sich abwechselnd bei einem Spendenempfänger, um den Spendenzweck der jeweiligen Spende zu überprüfen. Somit ist gewährleistet, dass die Spenden zu 100 % dort ankommen, wo sie benötigt werden. Daraus entstanden auch richtige Freundschaften zu den jeweiligen Einrichtungen und Organisationen.
2021 wurden 10.000 € an die Spendenempfänger verteilt, davon 2300,– € für die Hochwasseropfer der Kolpingsfamilie in Altena (NRW). Spenden für Kinder wurden jedoch auch nach Afrika, Katmandu, Tibet und in die Türkei weitergeleitet.
Seit dem Jahre 1983 wurden Aufzeichnungen über die Spendeneingänge geführt, demnach wurden von 1983 bis 2001 47.228,18 DM und von 2002 bis 2020 ca. 140.000 € ausschließlich für caritative Zwecke für Kinder als Spenden eingenommen und weitergeleitet.
Seit der Gründung der Aktion waren 43 Aktive ehrenamtlich tätig. Viele davon über mehrere Jahrzehnte hinweg.