Zum Inhalt
Kolping Logo

Kolpingsfamilie

Gersthofen

Portrait Adolf Kolping
Schmuckelement Kurve oben Schmuckelement Kurve oben

Handyspenden Aktion

veröffentlicht am

Kolpingsfamilie Gersthofen regt zu Nachhaltigkeit an
Handys verwerten und Gutes tun

Zu diesem interessanten Thema lud die Kolpingsfamilie Gersthofen Vera Heinz vom Vorstand des Kolping Diö-zesanvorstandes ein. „Mit einem Handy haben wir buchstäblich die Welt in Händen,“ erläutert Vera Heinz. 60 unterschiedliche Metalle und Erze aus aller Welt sind in einem Gerät verarbeitet. Zum Beispiel kann aus 41 abgelegten Geräten ein Gramm Gold gewonnen werden. Um die gleiche Menge zu gewinnen, muss eine Tonne Gold-Erz gefördert und bearbeitet werden. Allein in Deutschland liegen schätzungsweise 200 Millionen Handys ungenutzt in den Schubladen. Vera Heinz weiter: „Die Spende von ungenutzten Handys fördert Nach-haltigkeit und Kreislauf-Wirtschaft, und vermeidet Elektroschrott. Zum Abbau der Rohstoffe zwingen bewaff-nete Rebellen Menschen zur Arbeit in teils illegalen Minen, meist ohne Schutzkleidung. Menschenrechts-Verletzungen sind an der Tagesordnung: Überfälle, Vergewaltigungen, Kinderarbeit, Versklavung.“

Die gespendeten Handys werden von der Kolpingsfamilie Gersthofen an missio München weitergeleitet. Von dort gehen diese an das Rücknahmesystem Mobile-Box, der rechtliche Träger der Rücknahme ist die
Schumacher, von Pidoll GbR, welche im Verzeichnis der Elektro-Altgeräte-Register für Rücknahme von
Mobiltelefonen aufgeführt ist.

Die Firma Mobile-Box ist verantwortlich für die Datenvernichtung, Recycling und falls möglich Aufarbeitung. Es gilt: Wiederverwendung vor Verwertung. Mit dem Erlös werden in den Regionen, in denen die Rohstoffe abgebaut werden, die Menschen vor Ort unterstützt. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt z.B. im Kongo durch Unterstützung in Traumazentren, medizinische Hilfe, Ausbildung und Schulen.

Die Sammelbehälter für die gespendeten Handys stehen in Gersthofen im Pfarrbüro St. Jakobus, Pfarrbüro der evangelischen Kirchengemeinde, Bürgerzentrum im Rathaus, Jugendzentrum Gersthofen, Ballon-museum, Paul-Klee-Gymnasium, Mittelschule. Vor einer Handy-Spende sind SIM- und Speicherkarte zu entfernen. Falls der Akku lose ist sollten die Pole abgeklebt werden. Die Handys können entweder in die
neben den Sammelboxen stehenden Tüten verpackt werden oder ohne Tüte eingeworfen werden.

Zum Start der Aktion übergab Bürgermeister Michael Wörle eine Box mit über 100 Handys aus dem Fundus des Fundbüros.