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Gersthofen

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Kuratorium Oscar-Romero

veröffentlicht am

(db/ef) Auf Einladung der Kolpingfamilie Gersthofen informierte Christa  Nowak vom Kuratorium El Salvador über dessen Aufgaben und das soziale Engagement.

Das Kuratorium wurde 2002 gegründet und ist an die Pfarrei St. Jakobus in Gersthofen angegliedert. ?Die Gläubigen möchten die Menschen in El Salvador unterstützen durch Gebete, Spenden, Aktionen und das Andenken an Oscar Romero aufrecht halten?, betonte Christa Nowak.

Bereits bei der  Einweihung des Pfarrzentrums von St. Jakobus, das den Namen ?Oscar-Romero? trägt, im Jahre 1998 nahm eine Schwester von Oscar Romero teil, die als Zeitzeugin vom Leben ihres Bruders berichtete. Geboren wurde Oscar Romero am 15. August 1917 in einer kleinen Gebirgsstadt an der Ostgrenze zu Honduras und wuchs in einfachen Verhältnissen mit seinen sechs Geschwistern auf.

Kuratoriumsmitglied Alexander Zöschinger hob hervor, wie schlicht Oscar Romero lebte: Ein einfaches Zimmer angegliedert an ein Krankenhaus für  Krebskranke genügte, Luxus war für ihn seine Hängematte für die Siesta. Trotz beschwerlicher Fußwanderungen bei tropischer Hitze ging er zu den Armen aufs Land, um sie zu stärken im Glauben und ihnen zu helfen. In einer erzbischöflichen Kurie ließ er ein Café einrichten, damit Einheimische einander treffen und austauschen konnten.

Romero wurde am 24. März 1980 während einer Predigt in der Krankenhauskapelle der ?Divina Providencia? (deutsch: Göttliche Vorsehung) vor dem Altar erschossen, und zwar von einem durch einheimische Militärs beauftragten Soldaten. Der Mord an Oscar Romero entzündete in El Salvador einen Bürgerkrieg, der während 12 Jahren mehr als 75.000 Menschenleben forderte, davon 70.000 Zivilisten. Bereits bei Romeros Begräbnisfeier, an der etwa eine Million Menschen teilnahmen, gab es ein Massaker mit 40 Todesopfern unter den Teilnehmenden. ?Dennoch lebte er bei den armen und einfachen Menschen weiter, überall hängt sein Bild. Gottesdienste und Predigten waren sehr wichtig für ihn. War für die zahlreichen Analphabeten Zeitungsersatz. Er prangerte Menschenrechtsverletzungen an?, hob Zöschinger die Bedeutung noch heute von Oscar Romero hervor.

Gabi Kneisl informierte über die Projekte des Kuratoriums:

Im Jahre 2002 wurde das Kuratorium gegründet als ein Fonds der Freunde und Förderer katholischer  Pfarreien in El Salvador. Als Zustiftung der katholischen Kirchenstiftung St. Jakobus fördert es dabei ganz besonders die Schaffung menschenwürdiger Wohn- und Lebensverhältnisse. Das Kuratorium achtet sehr darauf, dass alle Spendengelder zu 100 % in die Unterstützungsarbeit einfließen und unterstützt schwerpunktmäßig zwei Projekte:

Das Projekt Dos Mil von Weihbischof Chavez, einem persönlichen Mitarbeiter von Oscar Romero, in der Hauptstadt San Salvador.  Straßenkindern, bedürftigen Kindern und Jugendlichen soll damit eine vernünftige Schulausbildung ermöglicht werden.
Mit einem zweiten Projekt wird die Pfarrei San Cristobal von Padre Oscar unterstützt, die von der Hauptstadt etwa 60 km entfernt ist. Ein katastrophales Erdbeben zerstörte 2001 die Gemeinde und das Umland bis zu 95 %. ?Spenden aus Gersthofen halfen beim Wiederaufbau der Infrastruktur, der beschädigten Kirche. Schulräume konnten gebaut werden sowie eine Pfarrbibliothek,? erläutert Gabi Kneisl. Denn ?Gemeinsam etwas zu bewegen, ist nicht schwer?.
Kneisl hob hervor: “Das Kuratorium El Salvador unterstützt unsere Partnerpfarreien in El Salvador durch Spendenaktionen, Basare, Informationsveranstaltungen sowie besondere Gottesdienste. Einzelspenden, Kuchenverkauf, Eine-Welt-Verkauf, alle diese Gelder kommen dieser wertvollen Arbeit zugute?, betonte sie. ?Die Pfarreiengemeinschaften St. Jakobus und Maria Königin des Friedens tragen das Kuratorium mit?, freut sich Gabi Kneisl und sieht darin auch den Erfolg des Kuratoriums begründet. Den Kolpingmitgliedern dankt sie für deren Unterstützung.
Rosi Eichele, Vorstandsmitglied der Kolpingfamilie Gersthofen, bedankte sich herzlich für die ausführlichen Informationen aus dem Kuratorium El Salvador.

Bild: von links Christa Nowak, Gabi Kneisl, Alexander Zöschinger

Bild u. Text: Dagmar Benz

Ansprechperson

Patricia Steiner

p.r.steiner@t-online.de

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