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Kolpingsfamilie

Gersthofen

Portrait Adolf Kolping
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Kolpingfamilie Gersthofen besucht KF Lauingen

veröffentlicht am

(db/ef) Walter Prinz, Mitglied des  Kolping-Diözesanvorstandes Augsburg, war von der Einweihung der Kolpingkapelle im Oktober vorigen Jahres sehr begeistert. Spontan lud er die Kolpingfamilie Gersthofen in seine Heimatstadt Launigen an der Donau ein und zeigte zusammen mit Stadtführerin Gabriele Kleinle die Stadtpfarrkirche St. Martin, Rathaus samt historischer Altstadt und das Kolpinghaus. 
 

Die Gersthofer erfuhren dabei, dass die Staufer Lauingen um 1150 die Stadtrechte verliehen hatten. Heute zählt die Stadt rund 11.000 Einwohner. Die Bürger sind stolz auf ihren prominentesten Bürger Albertus Magnus. Dieser Universalgelehrter (ca. 1200 bis 1280) wirkte als Priester und Dominikaner und erhielt 1260 in Regensburg den Bischofsstab. Heute noch feiern die Lauinger das Albertusfest. 1931 wurde er heilig gesprochen.

In der gotischen Stadtpfarrkirche St. Martin bestaunten die Gersthofer Wandfresken aus dem Jahre  1521. Die Neuburger Herzöge führten 1542 die evangelische Kirchenordnung ein. Diese galt in Lauingen, bis in der Zeit von 1616 bis 1620 die katholische Religion wieder zugelassen wurde. Diese Glaubensteilung spiegelte sich der Kirche St. Martin wieder, denn die vordere Kirche benutzten die Katholiken.

Neben den sieben katholischen Kirchen beherbergt Lauingen seit 1996 beim Türkischen Kulturzentrum eine Moschee samt Minarett.

Das prachtvolle Herzogschloss beherbergt heute ein Pflege- und Psychiatriezentrum und ein Pflegeheim der Neuburger Elisabethen-Stiftung.

Geprägt war Lauingen einst von Handwerkern und Kaufleuten. Die Gersthofer erkannten dies an den Resten der staufischen Stadtmauer, barocken Hausgiebel, dem schönen Gerberhaus und den malerischen Blickwinkeln in den alten Gässchen der Stadt. Beeindruckend war auch der bekannte Schimmelturm, der mit 54 Metern die Stadt überragt und das im Neoklassizismus erbaute prächtige Rathaus.

Den Abschluss der Führung bildete ein Besuch des Kolpinghauses. Dieses das umliegende Areal beherbergte ursprünglich die Abtei des St. Agnesklosters. Maria Mayer übergab 1932 ihr Wohnhaus, das frühere Gästehaus des Klosters, an Kolping als Heimstatt für die Kolpingfamilie. Heute finden dort Vereinsveranstaltungen statt und Hartz-IV-Empfänger erfahren Lebenshilfe und Kurse. Eine gemeinsamen Brotzeit und anregende Gespräche rundeten diesen informativen und lehrreichen Programmpunkt der Kolpingfamilie Gersthofen ab.

Photo .jpg- privat

– Gruppenbild der Kolpingfamilie Gersthofen im klassizistischen Ratssaal in Lauingen, rechts Gabriele Kleinle, Stadtführerin.