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Kolpingsfamilie

Geislingen

Portrait Adolf Kolping
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Bezirkstag mit Generalsekretär Tintelott

veröffentlicht am

?Kolping ? eine soziale Bewegung im Dienst der Menschen und der Gesellschaft?

So lautete das Thema des Bezirkstags, den das Kolpingwerk Zollernalb in Geislingen abhielt. Weit über 100 Teilnehmer waren gekommen und feierten zu Beginn die Vorabendmesse mit der Ulrichs-Gemeinde, die Pfarrer Junginger gemeinsam mit Bezirkspräses Pfarrer Duttlinger und Pater Albert Schrenk von den Weißen Vätern zelebrierte, der nach wie vor in Afrika tätig ist und zurzeit auf Heimaturlaub weilt.

Bezirksvorsitzender Hubert Gulde begrüßte anschließend im vollen Gemeindesaal unter den Gästen auch Bürgermeister Oliver Schmid, der in einem Grußwort die Leistung der örtlichen Kolpingsfamilien anerkennend würdigte. Als Gastredner war kein geringerer als der Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes, Hubert Tintelott aus Köln, gekommen. Auf erfrischende Art und Weise nahm dieser seine Zuhörer im Alter zwischen 15 und 90 Jahren gleichermaßen mit und gab somit dem Anspruch Kolpings als familienhafte Gemeinschaft einen besonderen Ausdruck.

 ?Vereine müssen einem gefühlten Bedürfnis abhelfen, und zwar keinem augenblicklichen, sondern einem bleibenden.? An diesem Leitsatz des Verbandsgründers Adolph Kolping aus dem Jahre 1847 richtete der prominente Redner die Gedanken aus, mit denen er Kolping als soziale Bewegung charakterisierte. Die Besonderheit des Kolpingwerkes sei und bleibe aber die christliche Aufgabe, die der Gründer und Priester Adolph Kolping nicht der Geistlichkeit überlassen, sondern bewusst den Laien übertragen habe, so Tintelott. Der heutigen Zeit, wo Selbstverwirklichung und Individualismus vorherrschten, müsse stets ein Gefühl der Geborgenheit entgegen gestellt werden und es gelte, den Einzelnen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen nicht aus den Augen zu verlieren. ?Mut zur Gemeinschaft? mache erst das eigentliche Glück aus, das die Menschen suchten.

Kolping sei insbesondere auch eine Bildungsgemeinschaft, hob Tintelott hervor und nannte dabei die Herzensbildung als ein wesentliches Lernziel für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. ?Orientierungswissen? zu vermitteln bleibe eine wesentliche Aufgabe der Kolpingsfamilien. Und als Glaubensgemeinschaft müsse Kolping über das Wissen hinaus seine Mitglieder zu glaubwürdigen Zeugen befähigen. Für das Kolpingwerk als katholischer Sozialverband sei es selbstverständlich, als Teil der Zivilgesellschaft gesellschaftliche Aufgaben in eigener Verantwortung zu übernehmen. Jugendarbeit, Erwachsenenbildung oder das Engagement für Entwicklungszusammenarbeit seien hervorragende Beispiele seiner Betätigungsfelder, betonte der Redner. ?Wir können viel, wenn wir nur nachhaltig wollen, wir können Großes, wenn tüchtige Kräfte sich vereinen.? Mit diesem Zitat des Verbandsgründers Adolph Kolping als Aufruf zur Betätigung im Kolpingwerk schloss Tintelott seinen aufmerksam verfolgten Vortrag. 

Die Kolpingsfamilien im Bezirksverband Zollernalb hatten sich zusammengetan, um die hilfreiche Arbeit des Internationalen Verbandes weltweit zu unterstützen. So konnte zum Ende des beeindruckenden Bezirkstages dem hochrangigen Gast ein Scheck über 5.000 Euro übergeben werden, womit die Hilfsprojekte zur Selbsthilfe in den Entwicklungsländern gefördert werden. Gerade dort entstehen derzeit immer mehr Kolpingsfamilien, weil sie sich in solidarischer Gemeinschaft stärken und Gewähr für eine gesicherte Entwicklung bieten.      
Bezirksvorsitzender Hubert Gulde dankte dem Gast für sein Kommen und allen Teilnehmern für ihre aktive Mitarbeit im Kolpingwerk. Er rief abschließend dazu auf, im gehörten Sinne nicht nachzulassen und auch künftig die Arbeit in den Kolpingsfamilien vor Ort fruchtbringend mitzutragen.