Zu einem Museumsbesuch im historischen Kurmainzer Amtshof in Heppenheim hatte die Kolpingsfamilie Fürth am 26. April eingeladen, mit dem Thema: „Leben, Glauben, Miteinander – Jüdische Geschichte in Heppenheim“.
Die Führung beleuchtete jüdisches Leben in Heppenheim vom 19. bis ins 20. Jahrhundert. Im Museum eröffneten Exponate, Persönlichkeiten und historische Hintergründe einen differenziertenBlick auf religiöse Praxis, Alltag und gesellschaftliche Teilhabe. Im Anschluss führte ein Rundgang durch die Stadt zu Orten jüdischer Geschichte und Erinnerung. Dies waren das Frauenbad (Mikwe) an der Siegfriedstraße, die Alte Synagoge in der Kleinen Bach und der Standort der Neuen Synagoge an der Ecke Bensheimer Weg/ Starkenburgweg. Dort erinnert heute jedoch nur noch eine Gedenktafel an die Neue Synagoge, die von 1900 bis 1938 inmitten des Gartens oberhalb der Mauer an der Gedenkstätte stand und in der Progrom-Nacht zerstört wurde.
Danach führte der Rundgang noch zum Martin-Buber-Haus, in dem der bekannte jüdische Religionsphilosoph von 1916 – 1938 lebte. Es waren sehr interessante und bewegende Eindrücke, die die Teilnehmer von diesem Nachmittag mitnehmen konnten.