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Rückblick Jahresausflug nach Tübingen/Ulm

veröffentlicht am

Von den Temperaturen her betrachtet war der Termin optimal geplant; keine hochsommerliche Hitze und dennoch warm und ohne Regen.
Los ging es am 1. Juli um 7 Uhr mit dem Bus Richtung Schwarzwald nach Geisingen, wo uns im Hotel ?Sternen? ein Frühstücksbuffet erwartete. Mit einer weiteren Stunde Busfahrt erreichten wir Tübingen. Die Stocherkahnfahrt auf dem Neckar ist eine besondere Attraktion von Tübingen und war zweifellos eine Gaudi. Auf drei Kähne verteilt wurden wir eine Stunde lang über den Neckar ?gestochert? und erhielten vom ?Stocherer? neben Wissenswertem über Tübingen und der Tradition der Stocherkahnfahrten auch so manche lustige und amüsante Geschichte erzählt. Ein unvergessliches Erlebnis und Empfehlung für jeden, der Mal nach Tübingen kommt.
Nach einer Einkehr und Stärkung erwartete uns die in Tübingen lebende Verwandte von Erwin Ehret bzw. seiner Frau Kathrin die uns durch die mittelalterlich geprägte Altstadt von Tübingen führte. Sie ist zweifellos eine der schönsten Städte Deutschlands mit einem markanten Marktplatz; der malerischen Neckarfront, dem Hölderlinturm, die Besucher von nah und fern verzaubert. Mit über 83.000 Einwohnern und über 28.000 Studierenden ist Tübingen außerdem eine junge und weltoffene Stadt, der vor allem im Sommer ein mediterranes Flair nachgesagt wird.
Am späteren Nachmittag starteten wir dann mit dem Bus weiter nach Ulm zum luxuriösen 4-Sterne ?Maritim Hotel Ulm?. Ein imposantes 16 ? stöckiges Gebäude mit 287 Zimmer und Suiten, zwei Restaurants, Pianobar, Hallenbad, Konferenz- und Veranstaltungsräumen, etc., das direkt am Donauufer liegt. Den Abend verbrachten wir in der nah gelegenen Innenstadt in guten Restaurants, Bierlokalen oder im Fischer- und Gerberviertel, dem bedeutendsten Altstadtensemble Ulms mit Gassen, Brücklein und viel Fachwerk und nett gelegenen Lokalen. Der ?Absacker? zu späteren Stunde wurde dann noch in der Hotelbar eingenommen.
Gestärkt nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffets, das keinen Wunsch offen ließ, besuchten wir am Sonntagmorgen den evangelischen Gottesdienst im Ulmer Münster. Das Ulmer Münster ist die Kirche mit dem höchsten Kirchturm der Welt und die größte evangelische Kirche in Deutschland. Es wirkt im Vergleich zum Freiburger etwas klobiger und kompakter; sein Turm ist rund 50 m höher aber lange nicht so grazil; schlank und schön wie der Freiburger Münsterturm. Nach anschließendem Bummel und Frühschoppen in der Innenstadt trafen wir uns wieder vor dem Münsterportal zu einer Münsterführung. Aufgeteilt in zwei Gruppen erfuhren wir viel Wissenswertes.
Die Besonderheit ist, dass In der mittelalterlichen Bauphase von 1377 bis 1543 der Kirchenbau in seiner Gesamtheit nahezu abgeschlossen wurde und bis heute in dieser Originalsubstanz erhalten geblieben ist. Allerdings musste einer der Baumeister (Burkhard Engelberg aus Augsburg) den Turm und die einzustürzen drohenden Seitenschiffe sanieren und stabilisieren. Es gab nur eine Möglichkeit. Die Gewölbe der Seitenschiffe wieder herauszunehmen und diese noch einmal durch je eine Reihe schlichter Rundpfeiler zu unterteilen, die einen Großteil des Schubes aufnahmen und dadurch die Außenwände entlasteten. Diese Rettungsaktion, die mit der erneuten Einwölbung der Seitenschiffe 1502-1507 abgeschlossen wurde, beendete die Bautätigkeit am Münster für mehr als drei Jahrhunderte. Erst 1844 wurden die Bautätigkeiten wieder ins Leben gerufen. Auf der Grundlage der mittelalterlichen Pläne sollte das Münster endlich vollendet werden. Es entstanden Strebepfeiler, Strebebögen und Wasserspeier. In nur drei Jahren wurde der Westturm errichtet und um 1890 hatten die Ulmer 513 Jahre nach der Grundsteinlegung ihre Kirche endlich fertig gestellt. Angefangen hatte alles, weil die alte Pfarrkirche einst ungeschützt vor den Mauern der Stadt, ?über Feld? stand und bei einer Belagerung von Ulm im Jahr 1376 durch Kaiser Karl IV. der Kirchgang zur Gefahr wurde. So fasste die freie und reiche Stadt Ulm den Plan, eine neue Kirche innerhalb der Stadtmauern zu errichten, die der Stadt selbst gehörte und nicht einem Kloster, Bistum oder Bischofssitz angehörte.
Auch die Stadt Ulm entschied, dass nach bzw. während der Reformation ihre Kirche evangelisch wurde. Dadurch wurden viele frühere Ausstattungen und Einrichtungen wie bspw. Marienaltäre und Familienkapellen der reichen Patrizierfamilien wegen der ?Ablassfunktion? entfernt, zerstört oder den ?Armen? als Brennholz übergeben.
Im Anschluss an die Münsterbesichtigung wurde die Heimreise angetreten mit einer Einkehr und Stärkung im Hopfenschlingel bei Rastatt.
Für alle 42 Mitreisende zwei interessante Tage mit vielen neuen Eindrücken und einem reibungslosen Verlauf. Ein großes Dankeschön an den Organisator des Ausflugs Tobias Ehret sowie das Busunternehmen Winterhalter mit Fahrer ?Rudi?.
F.B.

Ansprechperson

Erwin Ehret

erwin.ehret@toyota-ehret.de

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