Das neue Konzept des Eppertshäuser Settchesballs ist am Fastnachtssonntag aufgegangen: Zur größten Sause im Ort meldeten die Veranstalter eine ausverkaufte Bürgerhalle und registrierten zufrieden, wie ihre Änderungen gegenüber dem Vorjahr Früchte trugen. Dazu blieb es friedlich und anständig, was mit Blick auf andere närrische Großereignisse am Wochenende (als etwa in Dieburg ein 16-Jähriger Gewalt gegen die Polizei ausübte und dort zudem ein 33-Jähriger mehrere Frauen begrabschte) keine Selbstverständlichkeit war.
Dies vor allem ob der Dimension: Mit 1000 Besuchern waren letztlich alle Tickets weg, die letzten davon verkauften die Gastgeber an der Abendkasse. Zuvorderst die Kolpingsfamilie Eppertshausen – unterstützt vom Eppertshäuser Chor St. Sebastian und weiteren Helfern sowie den Settchen – zeichnet für das seit 1971 stattfindende Großereignis verantwortlich. „Unsere Security hatte einen ruhigen Abend“, freute sich am Rosenmontag nach vollendetem Abbau Patricia Schledt vom Organisationsteam. In einer ersten Bilanz stellte sie fest: „Es war gut, mutig zu sein und Dinge zu verändern!“
Bestreben war es vor allem gewesen, auch wieder ältere Generationen auf die von der Gruppe der 18- bis 30-Jährigen dominierten Veranstaltung zu locken. In dieser Absicht ergriff man verschiedene konkrete Maßnahmen. Dazu zählte der frühere Beginn und auch ein früheres erstes Set der Lieblingsband, die die Kolpingsfamilie neben DJ Vim wieder für den musikalischen Part verpflichtet hatte. Um 18.11 Uhr öffnete die Halle, ab 18.30 Uhr lockte eine „Settchen-Hour“ mit vergünstigten Getränken und bereits um 19 Uhr legte die Band los. „Die Halle hat sich schon in der ersten Stunde gefüllt“, berichtete Schledt. „Um 20 Uhr war es bereits sehr voll.“
Text: Jens Dörr – Offenbach Post, Beitrag der Offenbachpost